Hilfsmittel

Eine Versorgung mit Hilfsmitteln kann erfolgen, sofern und soweit der/die behandelnde Arzt/Ärztin die medizinische Indikation im Einzelfall bestätigt, und die entsprechenden Hilfsmittel mittels Rezept verordnet, und die gesetzliche oder private Krankenversicherung eine schriftliche Kostenübernahme ausspricht.

  • Ernährungspumpe enteral, netzabhängig, mobil
    Pumpen zur enteralen künstlichen Ernährung fördern die Sondennahrung gleichmäßig aus entsprechenden Flaschen oder Beuteln mit Hilfe von speziellen Überleitungsbestecken, welche mit den im Magen-Darm-Trakt liegenden Sonden verbunden werden. Es handelt sich um peristaltische oder volumetrische, die zumeist rotierend als sog. Rollenpumpen arbeiten, es gibt jedoch auch Pumpen mit dem Prinzip einer kontinuierlichen Förderung. Die Pumpen geben einen akustischen Alarm im Fall von Fehlfunktionen und schalten ggf. die Förderung dann ab. Die Produkte sind für einen leihweisen Einsatz geeignet.
  • Überleitsysteme zur Schwerkraftapplikation ohne/mit integriertem Beutel
    Überleitsysteme zur Schwerkraftapplikation stellen die Verbindung zwischen Nahrungsmittelbehälter (Flasche, Container, Beutel) und den speziellen Ernährungssonden her. Sie bestehen aus einem Anschlussadapter für die entsprechenden Behälter, einer Tropfkammer, einem transparenten Kunststoffschlauch mit Rollenklemme. Das patientenseitige Ende trägt einen Anschluss für Ernährungssonden.
    Die Überleitsysteme müssen in der Regel laut Herstellerangaben einmal täglich gewechselt werden.
  • Überleitsysteme zur Pumpenapplikation ohne/mit integriertem Beutel
    Überleitsysteme zur Pumpenapplikation stellen die Verbindung zwischen Nahrungsmittelbehälter (Flasche, Container, Beutel) und den speziellen Ernährungssonden her. Sie bestehen aus einem Anschlussadapter für die entsprechenden Behälter, ggf. einer Tropfkammer, einem transparenten Kunststoffschlauch mit Rollenklemme. In dem Schlauch ist ein spezielles, genau definiertes Stück aus sehr flexiblem Kunststoff oder eine Kassette eingelassen. Dieses sog. Pumpensegment wird in die Ernährungspumpe eingelegt und ermöglicht so eine präzise Förderung. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass das Überleitsystem zur Pumpe vollkompatibel ist. Das patientenseitige Ende trägt einen Anschluss für Ernährungssonden.
    Die Überleitsysteme müssen in der Regel laut Herstellerangeben einmal täglich gewechselt werden.
  • Ernährungsbeutel und Container
    Es handelt sich um leere, nicht vorgefüllte Behälter zur Aufnahme von Nahrungsflüssigkeiten zur enteralen Ernährungstherapie. Die durchsichtigen Behälter könne an einem Infusionsständer befestigt werden und besitzen einen Anschluss für Überleitsysteme. Container und Beutelsysteme können laut Herstellerangaben mehrfach benutz werden, wenn diese ausschließlich mit Flüssigkeiten wie z.B. stilles Wasser oder auch Tee befüllt werden. Bei Befüllung mit Sondennahrung müssen die Ernährungsbeutel und Container in der Regel laut Herstellerangeben einmal täglich gewechselt werden.
  • Infusionsständer
    Infusionsständer erlauben das Aufhängen von Flaschen, Containern, Beuteln etc..
    Es gibt sie in Aufführungen als Tischständer oder als Bodenständer, ggf. mit Rollen. Die Produkte sind für einen leihweisen Einsatz geeignet.
  • 50/60 - 100 ml Blasenspritzen
    50/60 oder 100 ml Spritzen werden in der Regel zur Bolus- Gabe der Nahrung verwendet.
  • 20 ml Einmalspritzen
    20 ml Spritzen werden zum Spülen der Ernährungssonde mit stillem Wasser oder mit Tee (Pfefferminz, Fenchel, Kamille) benötigt, vor und nach der Nahrungszufuhr sowie vor und nach einer Medikamentenverabreichung.
  • Verbandmaterialien
    Benötigte Materialien für einen Verbandwechsel:
    • Pinzette
    • Unsterile Handschuhe
    • Abwurfbehältnis
    • Hände-, Haut- und Flächendesinfektionsmittel
    • Sterile Tupfer
    • Sterile Kompressen
    • Fixierpflaster

Reparaturset für die PEG-Sonde
Die Herstellerfirmen bieten für ihre PEG-Sonden spezielle Reparatursets an. Damit ist dem/der Betroffenen die Möglichkeit gegeben, eine defekte externe Halteplatte, Ritsch-Ratsch-Klemme oder das Ansatzstück auszutauschen.

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EXPERTENSTANDARD

Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege (Auszug )

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