Ernährungsmanagement

Modulare Fortbildung zum Ernährungsmanager

„Ausreichende Ernährung in Europa ist doch selbstverständlich.“
Wer dieser Auffassung ist, liegt leider noch immer falsch.

In Zeiten von fundierten Qualitätsmanagementsystemen, von bestehenden Expertenstandards, von Rahmenempfehlungen des MDS sowie der Verpflichtung von Zertifizierungen von Einrichtungen aus dem SGB V oder SBG XI werden Gesamtkonzepte mit allen Professionen immer bedeutender. Die Anforderungen an pflegerisches Personal im Bereich klinischer Ernährung steigen.

Selbst wenn Patienten mit Demenz, Schluckstörungen, speziellen Stoffwechselstörungen, Darmproblemen oder Wunden gut versorgt werden, bleibt das Thema Essen oft ein problematisches Feld, das zusätzlich von körperlichen Einschränkungen , wie abnehmendem Appetit bzw. Durstgefühlen, bestimmt ist.

Fachkräfte in Pflegeeinrichtungen und Kliniken benötigen Fachwissen, um dem Rechnung zu tragen und ein Ernährungsmanagementsystem aufzubauen, zu installieren und zu evaluieren. Diesen Herausforderungen möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen in der modularen
Weiterbildung zum zertifizierten „Ernährungsmanager“ stellen.

  • Ernährungsmanager sind die Hauptverantwortlichen für das Ernährungsmanagementsystem.
  • Sie sind Hauptansprechpartner für Kollegen und Prüfer, wenn es um Fragen zum Ernährungszustand von Patienten, dem Ernährungsmanagement oder Überprüfungen derselben geht.
  • Für das Ernährungsmanagement sollte ein Kompetenzteam oder auch „interdisziplinäres Team“ aus Pflege, Küche und ggf. Hauswirtschaft verantwortlich sein, d. h. aus den Leitungen der jeweiligen Bereiche in einer Einrichtung.
  • Pflegefachkräfte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen
  • Apotheken
  • Sanitätshäusern
  • Arztpraxen
  • Hauptverantwortliche aus den Bereichen Pflege, Küche, Hauswirtschaft: Pflegedienstleitungen,
    Küchenleitungen, Hauswirtschaftsleitungen (deren Stellvertreter, auch delegierte Wohnbereichsleitungen), Arztpraxen
  • Umsetzung der MDS-Vorgaben aus der Grundsatzstellungnahme zur Ernährungs- und Flüssigkeitsversorgung, der Pflegetransparenzvereinbarung (PTV) und dem Nationalen Expertenstandard Ernährung
  • Zeit- und Kostenersparnis durch Standardisierung im Rahmen der Pflegeplanung/Pflegedokumentation – Ernährung
  • Argumentationssicherheit und Handlungskompetenz im Pflegealltag auch gegenüber Ärzten, MDK und Heimaufsicht
  • Unkomplizierte und schnelle Bewältigung von MDK-Anforderungen
  • Erweiterung der persönlichen Qualifikation
  • Pflegeoptimierung aufgrund von aktuellem Wissensstand
  • Herstellerneutrale Produkterkenntnisse werden vermittelt

  • Individuelle, bedürfnis- und bedarfsgerechte Versorgung von Patienten/Bewohnern nach aktuellem Kenntnisstand
  • Bessere Sicherung der Gesundheit, Erhöhung der Lebensqualität durch Erkennen/Vermeiden von Ernährungsdefiziten

Fortbildungsmodule

  • Verfahrensanweisung und Ablaufplan
  • Ermittlung des Ernährungszustands der Bewohner
  • Erstellen und Auswerten eines Ernährungsprotokolls bei kritischen Patienten
  • Einleiten von Interventionsmaßnahmen
  • Dokumentation und Evaluation der Maßnahmen sowie deren Ergebnissen

Nutzen/Ziele

Sie kennen die Anforderungen aus dem Nationalen Expertenstandard und des MDS und können die für die Umsetzung erforderlichen Hilfsmittel fachgerecht einsetzen.

  • Sie kennen Ursachen, Anzeichen und Folgen von Mangelernährung und können eine individuelle Ernährungstherapie empfehlen und einleiten. Sie evaluieren den Erfolg und passen die Hilfsmittel und Produkte patientengerecht an.
  • Sie können erkennen, wann welche Fachdisziplin in eine notwendige Therapie eingebunden werden soll und können vorliegende Stoffwechselstörungen oder Störungen der Nahrungsaufnahme bei der Therapieplanung adäquat berücksichtigen.
  • Grundlagen seniorengerechter Ernährung
  • Bedarf und Bedeutung der wichtigsten Nährstoffe
  • Deckung des Nährstoffbedarfs
  • Mangelernährung Geriatrie/Onkologie Module

Nutzen/Ziele

  • Sie kennen die Grundlagen der Ernährung und können einschätzen, wann ein Patient mangelernährt ist.
  • Sie wissen um den altersgerechten Bedarf und die Bedeutung der wichtigsten Nährstoffe und können den Bedarf mit einer angepassten Lebensmittelauswahl decken.
  • Klinik und Versorgung diverser Darmerkrankungen
  • Stomaversorgung
  • Ernährung zur Prävention und Therapie bei Darmerkrankungen

Nutzen/Ziele

  • Sie kennen die Aufgaben und Funktionen der Darmabschnitte und deren Bedeutung für die Ernährung und können einen individuellen Ernährungsplan aufstellen.
  • Schluckvorgang
  • Ursachen, Häufigkeit und Folgen von Schluckstörungen
  • Ernährungstherapie
  • Logopädische Lehrküche

 

Nutzen/Ziele

  • Ihnen ist die Bedeutung des Schluckvorgangs bewusst.
  • Sie kennen das Krankheitsbild der Dysphagie hinsichtlich Ursachen, Folgen, Häufigkeit und Anzeichen und wissen, wie sie geeignete Lebensmittel auswählen und Zusatznahrung anwenden.
  • Demenz, das Krankheitsbild
  • Einteilung der Stadien
  • Essen und Trinken mit allen Sinnen genießen
  • Klinische Ernährung
  • Wann ist welche Ergänzungsnahrung hilfreich?
  • Umgang mit demenziell Erkrankten/Leitlinie
  • Geriatrie
  • Nebenwirkungen und Abgrenzung geriatrischer Symptome von unerwünschten Nebenwirkungen
  • Workshop „Wenn Essen und Trinken beschwerlich wird“ 6 7

 

Nutzen/Ziele

  • Sie kennen das Krankheitsbild der Demenz sowie den besonderen Ernährungszustand von dementiell Erkrankten.
  • Sie können den Nährstoffbedarf der Betroffenen an das Krankheitsbild anpassen und entsprechende Zusatznahrung einsetzen.
  • Nahrung und Verdauung/Grundlagen der Ernährung
  • Ernährungstherapie bei ausgesuchten Krankheiten

Nutzen/Ziele

  • Sie kennen die Anatomie und Physiologie des Verdauungsapparates.
  • Sie wissen über die Besonderheiten der Ernährung bei Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, Fettstoffwechselstörungen und können die Lebensmittelauswahl anpassen.
  • Aufbau und Aufgaben der Haut
  • Wundarten (akut, chronisch)
  • Phasen der Wundheilung
  • Wundmanagement/fachgerechte Versorgung
  • Ernährungstherapie zur Prävention und Therapie von Wunden
  • Diabetes

Nutzen/Ziele

  • Sie haben Ihr Wissen zur Haut aufgefrischt und kennen die Veränderungen der Altershaut und deren besondere Anforderungen.
  • Eine Ernährungstherapie zur Gesunderhaltung der Haut und als Grundlage zur physiologischen Wundheilung kann fachgerecht eingeleitet werden.
  • Ihnen ist das Krankheitsbild des Diabetes mellitus bewusst, Sie kennen dessen Ursachen und die Neuerungen in der Diätverordnung.

Enterale Ernährung

  • Indikationen und Spezifikation für Enterale Ernährung
  • Anlage und Versorgung von Sonden
  • Komplikationen
  • Richtiger Umgang mit dem Medikamen

 

Parenterale Ernährung

  • Port und Portpflege
  • Tumorkachexie/Refeeding/Metabolisch adaptierte Ernährung
  • Prävention und Management von Nebenwirkungen
  • Medikamentenwechselwirkungen
  • Besonderheiten bei der Verabreichung von Medikamenten über Sonde und Port

 

Nutzen/Ziele

  • Sie kennen die Grundlagen der klinischen Ernährung und können diese fachgerecht und patientenspezifisch anwenden.
  • Sie können mögliche Komplikationen einschätzen und notwendige Maßnahmen ableiten.

Nach erfolgreicher Teilnahme an allen Modulen der Weiterbildung zum Ernährungsmanager kann am Prüfungsmodul teilgenommen werden.

Dieses Seminar dient der Auffrischung des Gelernten und schließt mit einer schriftlichen Prüfung zum gesamten Themenkreis ab.

Sie erhalten zum Abschluss jeden Moduls eine Teilnahmebescheinigung – nach bestandener Prüfung wird das Zertifikat „Zertifizierter Ernährungsmanager“ ausgegeben.

Kosten und Struktur

GHD GesundHeits GmbH Deutschland
Vital-Gesundheitsservice für Berlin und Brandenburg
Symeonstraße 10,
12279 Berlin

Alle Module werden als Tagesveranstaltung angeboten und sind in beliebiger Reihenfolge einzeln buchbar.
Begrüßung: 09:30 Uhr
Seminarbeginn: 10:00 Uhr
Ende: 16:00 Uhr

Die Kosten für jedes einzelne Modul betragen 110 €.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Rechnung. Ihre Teilnahme ist mit dem Zahlungseingang gesichert.

  • Die Vergabe der Plätze richtet sich nach dem Eingang der Anmeldung.
  • Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer begrenzt.
  • Der Kurs findet statt, wenn mindestens sieben Anmeldungen vorliegen.

Der Anmeldeschluss ist jeweils drei Wochen vor Beginn der Weiterbildung.

Nach Teilnahme an allen Modulen und erfolgreich abgeschlossener Prüfung erhält der Teilnehmer das Zertifikat „Zertifizierter Ernährungsmanager “.

Für den Besuch von einzelnen Modulen erhalten Sie jeweils eine Teilnahmebescheinigung.

 

Für die Teilnahme erhalten Sie 6 Fortbildungspunkte für die Registrierung beruflich Pflegender.

Identennummer: 20090932

Anmeldung

17.01.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 1 Ernährungsmanagement

18.01.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 2 Grundlagen der Ernährung

21.02.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 3 Verdauung, Schwerpunkt Darm

22.02.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 4 Dysphagie

21.03.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 5 Ernährung im Alter

22.03.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 6 Ernährungsabhängige Krankheiten

18.04.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 7 Ernährung und Wunde – Schwerpunkt Diabetes

19.04.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Modul 8 Klinische Ernährung

03.05.2018 - Berlin
Weiterbildung Ernährungsmanager
Prüfungsmodul

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