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Nobelpreis für Medizin und Physiologie 2017

05.10.2017

Das Vergabekomitee des Nobelpreis am Karolinska Institutet hat beschlossen, den Nobelpreis für Medizin und Physiologie 2017 zu gleichen Teilen an Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young zu verleihen, und zwar für ihre Entdeckungen molekularer Mechanismen, die den zirkadianen Rhythmus steuern.


Das Leben auf der Erde ist der Rotation unseres Planeten angepasst. Seit vielen Jahren wissen wir, dass lebende Organismen, einschließlich des Menschen, eine innere, biologische Uhr haben, die ihnen hilft, den normalen Tagesrhythmus vorauszusehen und sich dementsprechend anzupassen. Aber wie funktioniert diese Uhr eigentlich? Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young konnten in unsere biologische Uhr hineinschauen und ihr Innenleben erklären. Ihre Entdeckungen erklären, wie Pflanzen, Tiere und Menschen ihren biologischen Rhythmus so anpassen, dass er mit den Erdrotationen synchronisiert wird.

Die Nobelpreisträger haben mit Fruchtfliegen als Modellorganismus ein Gen isoliert, das den normalen biologischen Tagesrhythmus steuert. Sie zeigten, dass dieses Gen für ein Protein kodiert, das sich nachts in der Zelle anreichert und tagsüber abgebaut wird. Anschließend identifizierten sie weitere Eiweißbestandteile dieses Ablaufs und entdeckten den Mechanismus, der das selbstlaufende Uhrwerk im Inneren der Zelle steuert. Wir erkennen jetzt, dass die biologische Uhren nach den gleichen Prinzipien in den Zellen anderer mehrzelliger Organismen, einschließlich des Menschen, funktionieren.

Mit höchster Präzision passt sich unsere innere Uhr unserer Physiologie an die extrem unterschiedlichen Phasen des Tages an. Die Uhr regelt kritische Funktionen wie Verhalten, Hormonspiegel, Schlaf, Körpertemperatur und Stoffwechsel. Unser Wohlbefinden wird beeinträchtigt, wenn es eine vorübergehende Diskrepanz zwischen unserer äußeren Umgebung und dieser inneren biologischen Uhr gibt, zum Beispiel wenn wir über mehrere Zeitzonen reisen und einen „Jetlag" erleben. Es gibt auch Anzeichen dafür, dass ein chronische Diskrepanz zwischen unserem Lebensstil und dem Rhythmus, den unsere innere Uhr diktiert, mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Krankheiten verbunden ist.

Quelle: Nobelprize.org

Mehr darüber lesen Sie auf der (englischen) Presseerklärung

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