70 Prozent der Deutschen gegen Zeitumstellung

Nach der bundesweiten und repräsentativen Umfrage für die Krankenkasse DAK-Gesundheit „kämpft“ jeder Vierte mit den Folgen der Zeitumstellung – vor allem Frauen sind betroffen. Der Wechsel zur Sommerzeit findet am kommenden Osterwochenende vom 30. auf den 31. März statt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verkürzt sich um eine Stunde: Um 2 Uhr werden die Uhren vorgestellt.

Fast jede dritte Frau (30 Prozent) leidet nach der Zeitumstellung unter gesundheitlichen Problemen. Bei den Männern gaben das nur 18 Prozent an. Die meisten der Betroffenen fühlen sich schlapp und müde, haben Einschlafprobleme oder Schlafstörungen (79 und 59 Prozent). Mehr als jeder Dritte von ihnen hat nach der Zeitumstellung Konzentrationsprobleme (36 Prozent), jeder Zehnte sogar depressive Verstimmungen. Das starke Geschlecht kommt häufiger nicht pünktlich zur Arbeit (27 Prozent). „Die fehlende Stunde bringt den Hormonhaushalt durcheinander“, weiß Dr. Waltraud Pfarrer, Ärztin bei der DAK-Gesundheit. „Morgens sind wir müde, aber am Abend kommen wir nicht ins Bett. Der Biorhythmus gewöhnt sich nur langsam an die Umstellung.“ Zudem verführt die Helligkeit am Abend zum Wachbleiben.

Tipps für die Zeitumstellung

Die DAK-Ärztin vermutet als Ursache für die Probleme unter anderem Schlafmangel und die Änderung des Biorhythmus. Dr. Waltraud Pfarrer hat deshalb ein paar Tipps für einen gesunden Wechsel auf die Sommerzeit zusammengestellt:

  • Bereits ein paar Tage vor der Zeitumstellung immer etwas früher zu Bett gehen und auch die Mahlzeiten früher als gewohnt einnehmen. Denn der Körper ändert seinen Rhythmus nicht von einem Tag auf den anderen.
  • An den ersten Tagen nach der Umstellung abends möglichst leicht essen, üppige Mahlzeiten auf die Mittagszeit verschieben. Und: Keine aufputschenden Getränke wie Kaffee vor dem Schlafengehen trinken.
  • Wer abends unter Einschlafproblemen leidet, sollte Dragees oder Kräutertees mit Baldrian, Hopfen, Johanniskraut und Melisse ausprobieren. Auch autogenes Training hilft. Schlafmittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.
  • Wen tagsüber die Müdigkeit plagt, der legt am besten eine kurze Pause ein. Optimal: Ein kurzer Rundgang an der frischen Luft.

* Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 6. und 7. März 2013, 1.003 Befragte ab 18 Jahren.

Quelle: DAK Gesundheit