Am 4. Februar ist Welt-Krebstag

Am 4. Februar ist Welt-Krebstag. Die Deutsche Krebshilfe und viele weitere Gesundheitsorganisationen in Deutschland und weltweit nutzen diesen Anlass, um über das Thema Krebs zu informieren und aufzuklären.

Krebs ist die Krankheit, vor der wir Deutschen uns am meisten fürchten. Obwohl sich die Heilungschancen bei vielen Krebserkrankungen in den letzten Jahrzehnten deutlich verbesserten, haben drei von vier Menschen auch heute große Angst vor Krebs. Dabei ist Krebs heute viel häufiger therapier- und heilbar als allgemein bekannt. Und immer mehr Menschen erkennen zudem, dass ihr Lebensstil aktiv dazu beitragen kann, das Krebsrisiko zu reduzieren.

Zusammen mit der Welt-Krebsorganisation (UICC) ruft die Deutsche Krebshilfe anlässlich des Welt-Krebstages 2013 dazu auf, die nach wie vor bestehenden Wissensdefizite über Krebs auszuräumen sowie über den Nutzen eines gesunden Lebensstils und die Möglichkeiten der Krebsfrüherkennung aufzuklären.

Für alle, die mit Gesundheitstagen, Informationsveranstaltungen, Vorträgen und Aktionen zum Kampf gegen den Krebs beitragen möchten, stellt die Deutsche Krebshilfe hier kostenloses Informationsmaterial zur Verfügung.

 

Was sind Krebsmythen?

Auch heute gibt es noch viele Vorurteile und Missverständnisse zum Thema ‘Krebs’. Mit allgemeinverständlichen Informationen und Aufklärung über Krebsrisiken und
-ursachen lassen sich Wissensdefizite ausräumen und bestehende Tabus aufbrechen.

Mythos 1: Krebs ist nur ein Gesundheitsthema

Krebs ist mehr als nur ein Gesundheitsthema. Wenn Menschen an Krebs erkranken hat das weitreichende soziale, wirtschaftliche und bürgerrechtliche Folgen.

Krebs ist zum Beispiel Ursache und Ergebnis von Armut. Wenn in armen Familien Krebs diagnostiziert wird, fehlt oft ein entsprechendes Einkommen, um die hohen Behandlungskosten zu bezahlen. Zur gleichen Zeit fehlt diesen Menschen der Zugang zu Bildung und Gesundheitswesen, was das Risiko, an Krebs zu erkranken weiter erhöht.

Mythos 2: Krebs ist eine Wohlstandskrankheit, die nur ältere Menschen betrifft und in entwickelten Industriestaaten vorkommt

Krebs ist eine globale Epidemie, die jenen treffen kann, ganz gleich, ob alt oder jung, reich oder arm. Krebs ist weltweit verantwortlich für mehr Todesfälle als durch HIV /AIDS, Tuberkulose und Malaria zusammen. Von den 7,6 Millionen
Todesfällen weltweit durch Krebs im Jahr 2008, traten mehr als 55 Prozent
in weniger entwickelten Regionen der Welt auf.

Mythos 3: Krebs ist ein Todesurteil
Viele Krebsarten, die einst als Todesurteil galten, können heute geheilt werden. Darüber hinaus gilt nach wie vor der Leitsatz ‘Früh erkannt – heilbar’. Mit wenigen Ausnahmen sind frühzeitig erkannte Krebserkrankungen weniger tödlich und besser behandelbar als Krebs im Spätstadium. Allein in den USA leben heute 12 Millionen Menschen mit Krebs.

Inzwischen zeigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen Wirkung: Nach mehr als 20 Jahren Brustkrebs-Screening-Programm in Australien konnte eine Verringerung der Sterblichkeit durch Brustkrebs um fast 30 Prozent erreicht werden.

Mythos 4: Krebs ist hinzunehmendes Schicksal
Experten schätzen, dass rund zwei Drittel aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurück zu führen sind. Aber jeder Mensch kann sein persönliches Krebsrisiko senken, in dem er seine Lebensgewohnheiten umstellt und bewusst ein gesundes Leben führt. Wer sich viel an der frischen Luft bewegt, gesund isst und Übergewicht vermeidet, auf das Rauchen verzichtet, vorsichtig mit UV-Strahlung umgeht, wenig Alkohol trinkt und sich vor krebserregenden Infektionen schützt, tut bereits eine Menge, um sein Krebsrisiko zu senken.

Und weltweit?
Die globale Krebsepidemie ist riesig und auf dem Vormarsch. Es ist eine
Krankheit, die keine Grenzen kennt und jeden Menschen entweder direkt oder indirekt während unserer Lebenszeit betreffen wird. Die wirtschaftlichen Kosten der verlorenen Lebensjahre aufgrund von Krebs übersteigen die Kosten für jede andere Erkrankung. Es wird geschätzt, dass um das Jahr 2030 weltweit jährlich 12 Millionen Menschen an Krebs sterben werden.


Quelle: Deutsche Krebshilfe e.V.