Ausgewogen ernähren und: Trinken, trinken, trinken!

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich mich als Rollstuhlfahrerin besonders ernähren würde.

 

Klar ist, dass es für uns Rollstuhlfahrer natürlich genauso wichtig ist, sich ausgewogen zu ernähren, wie für alle anderen. Ein besonderer Punkt bei uns ist zudem die Unterstützung der Verdauung bzw. diese, wenn möglich, nicht unnötig zu belasten. Blähende und stopfende Speisen versuche ich daher zu minimieren. Bei Verdauungsproblemen empfehle ich Euch Haferflocken. Doch auch bei der Ernährung gilt wie bei allem, was mit unserem Körper zu tun hat: Es gibt kein Patentrezept für alle. Wir sind alle so individuell, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, was ihm gut tut. Bei mir kommt noch hinzu, dass ich als Leistungssportlerin vielleicht noch bewusster darauf achte, was ich esse, weil mein Umsatz sehr hoch ist und ich schauen muss, dass ich meinem Körper ausreichend Nahrung zuführe. Das bedeutet immer viel Essen, was erst einmal ja schön ist. 🙂 Doch natürlich müssen es die richtigen Sachen sein. Daher kaufe ich möglichst Bioprodukte und Fleisch direkt vom Biobauern. Ich schaue als Sportlerin darauf, dass meine Proteine aus Fleisch und Pflanzen kommen, esse viel Gemüse, ein bisschen Obst und vor allem keinen zusätzlichen Zucker. Hinzu kommt, dass ich glutenarm und wenig Milchprodukte esse.

Und jedem – egal, ob Sportler oder nicht – empfehle ich: Trinken, trinken, trinken, denn Flüssigkeit ist besonders wichtig. Ich selbst muss mich immer wieder ans Trinken erinnern und habe mir angewöhnt, immer eine gefüllte Flasche bei mir zu haben. Wenn ich das Trinken direkt bei mir habe, trinke ich auch. Ich kann es erst gar nicht vergessen. 🙂

Als Kind war mein Lieblingsgericht übrigens Zitronenhähnchen aus dem Backofen. Mittlerweile mag ich Lammfleisch sehr gern, die Liebe zu allem Zitronigen ist geblieben. Und wenn Koriander dabei ist, bin ich sowieso happy. Das ist nämlich mein Lieblingsgewürz. Dennoch habe ich kein konkretes Lieblingsgericht . Es gibt so viele tolle Sachen, so unterschiedliche Geschmacksrichtungen… Gern würde ich das alles auch selbst kochen können, doch muss ich gestehen: So richtig kreativ bin ich beim Kochen nicht. Ich gehöre eher zu den Menschen, die immer das Rezeptbuch neben dem Herd stehen haben. Irgendwie schade, meine Mutter ist nämlich eine tolle Köchin. Zum Glück habe ich auch einen Partner an meiner Seite, der die leckersten Gerichte zaubern kann. Dennoch bin ich gerade dabei, meine Kochkünste zu verbessern. Denn seitdem wir bei unserem Sohn Liam mit Beikost begonnen haben, koche ich deutlich mehr und probiere neue Sachen aus, die wir dann alle essen können. Und wie bei Euch wahrscheinlich auch, finde ich das gemeinsame Kochen immer noch am schönsten.

Viele Grüße

eure Edina