Bundesweiter Tag des Cholesterin

Für die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen gibt es keine Altersgrenzen
‘Im Wissen liegt die Chance, rechtzeitig möglichen Erkrankungen gegen zu steuern“, sagt die DGFF. Prominente Schirmherren unterstützen die Aufklärungskampagne und empfehlen: „Lassen Sie Ihre Blutfettwerte bestimmen, denn man spürt nicht, ob die Werte entgleist sind.“

„Für die Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen gibt es keine Altersgrenzen.“ Dieses Thema steht im Fokus des bundesweiten „Tag des Cholesterins“. Am 19. Juni ruft die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. diesen Aktionstag aus – bereits zum siebten Mal.

Risikofaktoren (er-)kennen
„Jeder Erwachsene sollte seine Blutfettwerte kennen“, sagt DGFF-Vorsitzender Professor Achim Weizel. Fast jeder zweite Todesfall in Deutschland geht auf eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems zurück. Ein zu hoher Cholesterinspiegel und eine zu hohe Triglyceridkonzentration (ein weiterer Blutfettwert, dem eine zunehmende Bedeutung bei der Entstehung von Atherosklerose zufällt) zählen neben Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und bauchbetontem Übergewicht zu den wichtigsten Risikofaktoren.

Die Bevölkerung mobilisieren, ob Jung oder Alt
Bewusstsein schaffen durch Aufklärungsarbeit – dafür steht der „Tag des Cholesterins“. „Mit dem Aktionstag möchten wir die Bevölkerung umfassend über Risikofaktoren aufklären. Im Wissen liegt die Chance, rechtzeitig möglichen Erkrankungen gegen zu steuern – hierfür gibt es keine Altersgrenzen“, so Dr. Heike Kantner, Geschäftsführerin der DGFF und Erfinderin des „Tag des Cholesterins“. In dieser Kampagne sieht sie einen ganz pragmatischen Präventionsansatz, „an dem kaum jemand vorbei kann“.

Mehrere tausend Apotheken, Praxen, Kliniken, Krankenkassen und Betriebe in ganz Deutschland haben sich an den bisherigen Aktionstagen beteiligt.

Schnelltest: ein Tropfen Blut genügt
Mittels eines Schnelltestverfahrens ist die Kontrolle der Werte bereits in der Apotheke möglich. Für die Erstbestimmung genügt ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere.

Prominente Schirmherren
Den Aktionstag unterstützen Schauspieler Horst Janson, TV-Moderator Ulrich Kienzle, Wissenschaftsjournalist Jean Pütz, der ehemalige Bremer Bürgermeister Dr. Henning Scherf, Ex-Tennisprofi Carl-Uwe („Charly“) Steeb, und der SV Werder Bremen. Als „wichtigen Präventions-Beitrag“ bewertet Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt den „Tag des Cholesterins“, gleichermaßen wie die Regierungskampagne „Nationaler Aktionsplan Ernährung und Bewegung INFORM“. Ihr Grußwort verdeutlicht den hohen Stellenwert dieser Kampagne im Hinblick auf Aufklärung und Prävention von erhöhtem (LDL)-Cholesterin als ein Hauptrisikofaktor für Herzkreislauferkrankungen.

„Wir müssen (Eigen-)Verantwortung übernehmen“
Das ist auch der Grund, warum Dr. Henning Scherf die DGFF unterstützt. „In Zukunft wird es immer mehr alte Menschen geben, daher haben wir den Kampf der Alten um einen Platz in der Mitte der Gesellschaft angesagt. Der „Tag des Cholesterins“ ist eine wichtige Initiative zur Information der Bürger über Perspektiven eines gesunden Lebens in der Jugend wie auch im Alter.“
Wissenschaftsjournalist Jean Pütz hat die DGFF bereits 2007 bei ihren Aktivitäten in Köln zum „Tag des Cholesterins“ unterstützt. „Herz-Kreislauferkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. Ein guter Anfang, dem entgegen zu steuern, wäre eine hochwertige Ernährung mit Genuss im Einklang mit ökologischen und gesundheitlichen Erkenntnissen.“
Ex-Tennisprofi Charly Steeb bringt es auf den Punkt: „Gesundheit entsteht durch Prävention. Eine eigenverantwortliche Lebensweise ist die Basis, um gesund alt zu werden und so das ganze Spektrum der Zivilisationskrankheiten zu vermeiden. Leider ist der Begriff Prävention in unserer Bewegungsvermeidungs- und Überernährungsgesellschaft immer mehr abhanden gekommen.“
Schon seit dem ersten „Tag des Cholesterins“ engagiert sich Journalist und Fernsehmoderator Ulrich Kienzle für die DGFF – aus persönlichem Grund, denn er selbst hatte einen Herzinfarkt erlitten. Daher sein eindringlicher Rat: „Lassen Sie Ihre Blutfettwerte bestimmen, denn man spürt nicht, ob die Werte entgleist sind. Es entsteht kein Leidensdruck, das ist das Fatale daran. Wir müssen Eigenverantwortung übernehmen“.
TV-Star Horst Janson macht sich um seine Gesundheit viele Gedanken. „Ich bemühe mich, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Dazu gehören viel Bewegung, eine gesunde Ernährung und nicht zu Rauchen“, so der fitte 73-Jährige. In seiner Popularität sieht Janson die Verpflichtung, mit gutem Beispiel voranzugehen.

Ernährungs- und Bewegungstipps
Um Fettstoffwechselstörungen entgegen zu wirken, empfiehlt die DGFF, die Gesamtfettmenge auf maximal 80 Gramm pro Tag zu reduzieren. Professor Weizel: „Lassen Sie sich zweimal wöchentlich Fisch schmecken. Lachs, Scholle und Hering sind reich an Omega 3-Fettsäuren, die das „gute“ HDL-Cholesterin vermehren. Steigen Sie auf natives Oliven- und Rapsöl um. Setzen Sie auf mageres Fleisch, Soja, Hühnerbrustfilet und Schinken ohne Fettrand. Essen Sie mehr ballaststoffreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Äpfel und Kiwis. Sie binden das Cholesterin aus der Gallensäure.“ Dazu rät Weizel zu regelmäßiger Bewegung. „Schon 30 Minuten Spazierengehen pro Tag kann das HDL-Cholesterin erhöhen und den Blutdruck senken.“

Die richtige Einstellung
Dr. Kantner: „Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes (LDL-)Cholesterin und / oder erhöhte Triglyceridkonzentrationen) bleiben ein Thema in der Prävention. Was zählt, ist die richtige Einstellung – sowohl die innere als auch die der Blutfettwerte.“ Auf dieses Ziel arbeitet die DGFF intensiv hin: Ihre Veranstaltungen zum „Tag des Cholesterins“ wird die DGFF in diesem Jahr am 20. Juni in Bremen durchführen. Zum achten „Tag des Cholesterins“ am 18. Juni 2010 wird sie in Hamburg zu Gast sein.

Weitere Informationen:
Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V., Waldklausenweg 20, 81377 München, Tel.: 089 / 719 10 01, Fax: 089 / 714 26 87, e-Mail: info@lipid-liga.de, Internet: www.lipid-liga.de.

Quelle: Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V.