DAK-Umfrage zeigt: Mehrheit der Deutschen will weniger Stress

Fast zwei Drittel der Männer wünschen sich im neuen Jahr vor allem mehr Zeit für Familie und Freunde. 55 Prozent der Frauen hätten gern mehr Zeit für sich selbst. Das ergab das aktuelle DAK-Gesundheitsbarometer ‘Gute Vorsätze 2012’*.

Einen Neujahrswunsch haben alle gemeinsam: Weniger Stress. 60 Prozent nehmen sich für das kommende Jahr vor, ihr Leben zu entschleunigen. Im Gegenzug möchten sie mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen (56 Prozent). Unter Strom stehen besonders die 30- bis 44-jährigen: 64 Prozent macht vor allem der Zeitdruck im Job zu schaffen. Jeder Zweite leidet unter dem Druck, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Frauen sorgen sich mehr
Frauen machen sich laut DAK-Umfrage deutlich mehr Sorgen als Männer: Streit oder Ärger in der Familie (50 zu 40 Prozent), Hektik und Stress im Alltag (46 zu 41 Prozent) sowie gesundheitliche Sorgen (48 zu 36 Prozent) machen ihnen zu schaffen. Männern hingegen versetzt vor allem der Zeitdruck im Beruf in Stress (55 Prozent zu 47 Prozent).

Balance finden gegen den Stress
Eurokrise und steigender Leistungsdruck – eine Verbesserung der Stress auslösenden Faktoren ist derzeit nicht in Sicht. Frank Meiners, Diplom-Psychologe bei der DAK rät deshalb, den Stress möglichst gelassen zu nehmen und Ausgleich zu schaffen: ‘Weil wir häufig mit Stress leben müssen, kommt es darauf an, dass wir eine vernünftige Balance zwischen Stressanforderung einerseits und Entspannung andererseits finden. Der Vorsatz mehr Zeit mit Familie und Freunde zu verbringen, ist hier schon ein guter Ansatz.’ Auch gezielte Entspannung oder Bewegung hilft, abzuschalten und neue Energie zu tanken, so Meiners.

Die Klassiker der guten Vorsätze, wie mehr Bewegung oder eine gesündere Ernährung, stehen mit 55 Prozent und 45 Prozent ebenfalls weit vorn. 30 Prozent der Deutschen wollen im kommenden Jahr sparsamer sein.

Mehr als nur Wünsche
Dass dies nicht nur utopische Wünsche sind, zeigt die bundesweit unter mehr als 3.000 Befragten durchgeführte Umfrage ebenfalls: Denn jeder Zweite (50 Prozent) gab an, seine Vorsätze für 2011 mehrere Monate gehalten zu haben. Vor allem die Nordlichter in Mecklenburg-Vorpommern (64 Prozent) und Hamburg (59 Prozent) scheinen willensstark zu sein.

Die Top-Ten der Guten Vorsätze für 2012:
  – Stress vermeiden oder abbauen (60%)
  – Mehr Zeit für Familie / Freunde (56%)
  – Mehr bewegen/Sport (55%)
  – Mehr Zeit für mich selbst (51%)
  – Gesünder ernähren (45%)
  – Abnehmen (33%)
  – Sparsamer sein (31%)
  – Weniger fernsehen (18%)
  – Weniger Alkohol trinken (13%)
  – Rauchen aufgeben (12%)

Wer hält gute Vorsätze am längsten durch?
  – Mecklenburg-Vorpommerner (64%)
  – Hamburger (59%)
  – Thüringer (58%)

Wer hält gute Vorsätze am wenigsten durch?
  – Baden-Württemberger (37%)
  – Bayern (45%)
  – Bremer (46%)

* Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 3.010 Befragte, davon jeweils mindestens 100 in Bremen und im Saarland und jeweils 200 in den übrigen Bundesländern. Erhebungszeitraum: 11. November bis 1. Dezember 2011.

Quelle: DAK-Gesundheitsbarometer