Der Organspendeausweis wird im November 40 Jahre

Frankfurt/Main, 07. September 2011. Er ist klein und kann doch so Großes bewirken: der Organspendeausweis. Seit nunmehr 40 Jahren rettet das „Ja“ auf dem kleinen Stück Papier im Falle des Falles Leben und ist ein Symbol der Nächstenliebe und Solidarität mit den 12.000 Patienten auf der Warteliste für ein Spenderorgan.

Laut einer Meldung der Märkischen Oderzeitung wurden am 3. November 1971 die ersten deutschen Organspendeausweise ausgegeben. Der Ausweis steht seit dieser Zeit für eine selbstbestimmte Entscheidung, mit der man seinen Angehörigen im Ernstfall eine schwere Last abnimmt. Denn die Bereitschaft zur Organspende wird in Deutschland nicht offiziell registriert, sondern sollte im Organspendeausweis festgehalten werden.

Gesetzliche Grundlage ist die erweiterte Zustimmungslösung, die derzeit noch in Deutschland gilt. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten keine Entscheidung für oder gegen eine Organspende getroffen, wird die Familie um eine Entscheidung gebeten und in einer schwierigen Situation der Trauer und Verzweiflung mit dieser zusätzlich belastenden Frage konfrontiert. Schon aus diesem Grund sollte jeder seine persönliche Entscheidung festhalten und innerhalb der Familie besprechen. Mit dem ausgefüllten Ausweis kann jeder sicher sein, dass seinen Wünschen in Fragen der Organspende entsprochen wird.

Die Zahl der Ausweisinhaber ist in den vergangenen 40 Jahren kontinuierlich gestiegen. Hatten 2001 laut Umfragen zwölf Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis, so hat sich die Anzahl seitdem verdoppelt. Nach den neusten Umfragen ist die Zahl der Ausweisinhaber laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf über 20 Prozent angewachsen.

Auch der Organspendeausweis hat sich mit der Zeit weiter entwickelt – inzwischen gibt es ihn im praktischen Scheckkartenformat, als Plastikkarte und als App für das iPhone.

Ganz einfach zum Organspendeausweis:

  1. Beim Arzt, der Krankenkasse oder in der Apotheke nachfragen, den Ausweis beim Infotelefon Organspende bestellen oder im Internet unter www.fuers-leben.de runterladen und ausdrucken.
  2. Auf der Vorderseite Vor- und Nachnamen sowie Geburtsdatum und Adresse eintragen, auf der Rückseite kann die Entscheidung eingetragen werden.
  3. Nicht vergessen: Den Organspendeausweis unterschreiben!
  4. Zu den persönlichen Papieren stecken und mit der Familie über die Entscheidung sprechen – fertig!

Ansprechpartnerinnen:
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation,
Christine Gehringer, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: 069/677 328-9400 oder -9415
Fax: 069/677 328-9409
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