Die Wahrheit über Vitamine

Gerade in den Wintermonaten ist die richtige Versorgung mit Vitaminen wichtig für das Immunsystem.

Allerdings hat hier jeder seine eigene eigene Meinung und Weisheiten. Aber wie geht es denn nun richtig? Wir haben einige dieser landläufigen Thesen für Sie genauer unter die Lupe genommen:

These 1: Fertigprodukte enthalten keine Vitamine

So könnte man meinen, wenn man sich die Zutatenliste der meisten Produkte anschaut. Sieht man allerdings genauer hin, fällt auf, wie viele zugesetzte Vitamine doch in den meisten Produkten stecken. Wie und ob diese Vitamine miteinander harmonieren, weiß man allerdings bisher noch nicht.

These 2: Man kann nie genug Vitamine zu sich nehmen

Das stimmt nur zum Teil. Denn sogenannte fettlösliche Vitamine (A, D, E) reichern sich bei zu hoher Dosis im Körper an und können so dem Körper auf lange Zeit schaden. Ein Überschuss an Vitamin A zum Beispiel kann die Knochendichte reduzieren. Außerdem zeigen Studien, dass zu viel Betacarotin (auch Provitamin A genannt) bei Rauchern Krebs auslösen kann. Dies ist allerdings bisher nur mit im Labor hergestelltem Betakarotin belegt worden, daher ist diese Studie nur bei Vitaminpräparaten oder in künstlich angereicherten Lebensmitteln aussagekräftig. Bei Gemüse, dass natürlicherweise Betakarotin enthält, gilt dies nicht als bewiesen.

These 3: Wer reichlich Obst und Gemüse ist, nimmt genügend Vitamine zu sich

Das stimmt auch. Allerdings schwankt der Vitamingehalt des Gemüses bzw. Obstes je nach Reifegrad, Sorte und Frische. Daher sollte man sich immer für regional bzw. saisonales Gemüse und Obst entscheiden. Exotische Produkte, die einen langen Transportweg haben und nachreifen müssen, enthalten in der Regel weniger Vitamine, als frisch geerntetes Obst oder Gemüse. Außerdem sollte man immer auf eine abwechslungsreiche Ernährung achten und verschiedenes Gemüse teils roh und teils gegart zu verzehren.

These 4: Tiefkühlgemüse enthält keine Vitamine mehr

Das stimmt so nicht. In der Regel ist es sogar besser, zum richtigen Zeitpunkt eingefrorenes Gemüse zu kaufen als schlaffes, vermeintlich frisches. So ist zum Beispiel tiefgekühlter Brokkoli nährstoffreicher als frisch gekaufter. Eine halbe Portion (100g) deckt hier schon den Tagesbedarf an Vitamin C. Auch gefrorene Kräuter sind eine wahre Vitaminbombe. Allerdings sollte man immer darauf achten, auch tiefgekühlte Lebensmittel nicht zu überlagern.

Vitamine im Winter