Inkontinenzhilfsmittel – Transurethrale Verweilkatheter (Dauerkatheter)

Die transurethralen Verweilkatheter (auch Dauerkatheter) gehören zu den invasiven (d.h. in den Körper eingeführten) Systemen der ableitenden Inkontinenz-Hilfsmittel.

Anders als Einmalkatheter werden sie vom Urologen über die Harnröhre bis in die Harnblase eingeführt und können wenige Tage bis zu einem Monat in der Harnröhre verbleiben, bis sie gewechselt werden müssen.
Der Urin wird durch den Katheter in einen Bein- oder Bettbeutel geleitet, welcher regelmäßig entleert werden muss.
Grundsätzlich werden die transurethralen Dauerkatheter in zwei verschiedenen Ausführungen angeboten. Es gibt die Ballonkatheter, die ein 2-Wege-System besitzen. Durch den einen Weg wird der Urin abgeleitet, durch den anderen wird eine Flüssigkeit (meist destilliertes Wasser) eingespritzt, um einen Ballon zu befüllen, der das Herausrutschen des Katheters verhindern soll.
Die Ballonspülkatheter besitzen zusätzlich einen dritten Kanal. Durch diesen kann, wenn beispielsweise bei einer OP Blut geronnen ist, die Blase gespült und das Blut entfernt werden.
Transurethrale Verweilkatheter eignen sich für Personen mit schwerer Harninkontinenz oder mit einer Blockade in der Blase, bei denen aber Einmalkatheter keine Option zur Therapierung darstellen.