Koloskopie (Darmspiegelung) – unangenehm, aber wichtig!

Viele empfinden sie als beschämend – die Darmspiegelung. Dabei ist die Prozedur die wichtigste Untersuchung, wenn es um die Früherkennung von Darmkrebs geht.

Obwohl eine Darmspiegelung meist schmerzfrei verläuft, graut es vielen Patientinnen und Patienten davor. Sie leiden unter Angst und Schamgefühlen. Dabei sollte die Darmspiegelung eigentlich als etwas Positives wahrgenommen werden. Sie ist das wichtigste Werkzeug in der Prävention von Darmkrebs, der in Deutschland zweithäufigsten Krebsart. Ab dem 55. Lebensjahr haben Versicherte Anspruch auf die Vorsorgeuntersuchung. Da Darmkrebs auch die zweithäufigste Todesursache von Männern und Frauen in Deutschland ist, sollte jede Möglichkeit der Früherkennung genutzt werden.

Ablauf einer Koloskopie

Bei einer Darmspiegelung wird die Dickdarmschleimhaut auf krankhafte Veränderungen hin untersucht. So kann der gesamte Dickdarm inklusive des Rektums eingesehen werden. Für die Untersuchung wird das sogenannte Koloskop verwendet. Das schlauchartige Endoskop verfügt über eine kleine Kamera und eine Lichtquelle. Die Bilder des Instruments werden auf einen Monitor übertragen. Über diesen verfolgt der behandelnde Arzt oder die Ärztin die Untersuchung. Mithilfe des Koloskops können auch weitere sehr kleine Werkzeuge eingeführt werden, um so bei Bedarf Eingriffe im Inneren des Darms durchführen zu können.

Sollten Wucherungen oder krankhafte Veränderungen in der Dickdarmschleimhaut entdeckt werden, können mithilfe des Koloskops Proben entnommen oder die krankhaften Darmpolypen direkt abgetragen werden.

Erklärung Koloskopie