MedInform-Konferenz zu Vertragsverhandlungen mit Krankenkassen:

Krankenkassen und Unternehmen der Medizintechnologie können durch offene Kommunikation und die Berücksichtigung der Besonderheiten der jeweils anderen Seite künftig stärker partnerschaftlich zusammenarbeiten. Denn durch den stärker werdenden Krankenkassenwettbewerb entsteht die Notwendigkeit, gemeinsam mit Leistungserbringern innovative Versorgungskonzepte zu erarbeiten und den Versicherten anzubieten. Das berichteten die Experten der MedInform-Konferenz „Kommunikation mit Krankenkassen als Schlüssel zum Erfolg“ am 24. Mai 2011 in Köln vor rund 130 Teilnehmern. Da die gesetzlichen Krankenkassen mit Abstand die größten Nachfrager im Gesundheitsmarkt sind, müssen die Unternehmen dabei lernen, die Krankenkassen besser zu verstehen und differenziert zu betrachten. Die Leistungspartner der Krankenkassen müssten beachten, dass Krankenkassen eine sehr unterschiedliche Alters- und Morbiditätslast haben – und damit auch unterschiedliche Interessen, so Rolf Dieter Müller, ehemaliger AOK-Chef in Berlin.

Gemeinsames Ziel der Krankenkassen und der Unternehmen sei es, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Deshalb müssten partnerschaftlich und gemeinsam Versorgungsstrukturen optimiert werden, so Peter Aporta vom Homecare-Unternehmen und BVMed-Mitglied GHD. Dass es auch in der Praxis gut gelingen kann, Versorgungssysteme mit den Krankenkassen gemeinsam zu entwickeln, zeigte Wulf Rieck von pfm am Beispiel der ambulanten Versorgung von Inkontinenzpatienten auf, um Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Zu den Erfolgsfaktoren selektiver Verträge zählte Nikolaus Schmitt von der Barmer GEK Begriffe wie Partnerschaften, Vertrauen, Akzeptanz, gegenseitige Transparenz, kontinuierliche Kommunikation und zeitnahe Erfolgsmessung.

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