Die Paralympischen Spiele 2020 in Tokio habe ich fest im Blick

 

2020 – für viele von Euch ist das kommende Jahr wahrscheinlich noch ganz weit weg. Erst einmal den Sommer 2019 genießen, Urlaub machen und erst dann geht’s so langsam Richtung Weihnachten und Neujahr. Bei uns Sportlern schaut das anders aus. Bereits jetzt richte ich meinen Blick ins kommende Jahr: Die Paralympischen Spiele 2020 in Tokio habe ich fest im Blick – und nicht nur die Teilnahme. Denn für mich ist es wichtig, dass ich mir meine Ziele realistisch setze und dennoch hoch und dann darauf hin trainiere. Für Rio war mein Ziel, die Goldmedaille, auf die ich jeden Tag hingearbeitet habe. Im Finalrennen habe ich sie zwar um 0,1 Sekunden verpasst, aber nach diesem super Rennen konnte ich zufrieden mit Silber nach Hause fahren. Wichtig war immer dieses Ziel der Goldmedaille vor Augen zu haben. Deswegen ist auch für Tokio 2020 wieder eine Medaille das Ziel. Dann hätte ich vier Paralympische Spiele in Folge mit einer Medaille abgeschlossen.

Doch es geht jetzt erst einmal darum, wieder reinzukommen. Mir fehlt vom Training her der Winter und das halbe Frühjahr, in denen wir einfach viele Kilometer machen und die Grundlagen für das Jahr schaffen. Wie gut das zu kompensieren ist, wird sich im Laufe der Saison zeigen. Deswegen habe ich mit meinen Trainern nur einen Zielwettkampf gesetzt: die Weltmeisterschaft im August im ungarischen Szeged. Dort werden auch die ersten sechs Quotenplätze für die Paralympischen Spiele in Tokio vergeben. Ob das dieses Jahr für mich schon klappt, ist eher unwahrscheinlich, aber: Ich gebe wie immer mein Bestes! Und wenn Ihr mir noch die Daumen drückt, ist vielleicht doch schon ein Platz drin.

Bis dahin stehen auch noch einige Trainingslager auf dem Plan. Es gibt noch viele Stellschrauben, an denen wir drehen können. Und Ende des Jahres und im Frühjahr machen wir zwei Warmwasserlehrgänge. Also: Im Winter ab ins Warme, um optimal trainieren zu können. Es heißt ja, Weltmeister werden im Winter gemacht 😉

2020 stehen dann als erstes die Nationale Qualifikation für die Nationalmannschaft an, ein bis zwei Welt Cups, Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft in Duisburg, bei der die letzten vier Quotenplätze vergeben werden. Und dann geht’s hoffentlich nach Tokio. Es ist noch ein langer Weg bis dahin. Doch mit Eurem Daumendrücken und meinem Ziel – einer Medaille auch bei diesen Paralympischen Zielen – vor Augen werde ich diesen Weg packen