Neue Mitführungspflichten für Verbandkasten und Warnwesten im Auto

Darauf weist der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hin. Mehr Informationen gibt es unter www.bvmed.de/erstehilfe.

Der BVMed regt an, dass jeder Autofahrer seinen Fahrzeug-Verbandkasten regelmäßig prüfen und entsprechend vervollständigen sollte. Eine Reihe von Inhaltsteilen sind mit einem Verfalldatum gekennzeichnet: Ist es überschritten, verfällt die Herstellergarantie für die Sterilität der Kompressen und Verbände. Alle abgelaufenen Produkte im Verbandkasten sollten deshalb durch ‘frische’ ersetzt werden. Durch die im Januar 2014 in Kraft getretene Normänderung kann der Neuerwerb eines aktuell bestückten Verbandkastens günstiger sein als die Ergänzung aller neuen oder abgelaufenen Materialien.

Mit der seit Januar 2014 geltenden neuen Norm wurden ein Pflasterset und Hautreinigungstücher neu aufgenommen. Das 14-teilige Pflasterset umfasst gebrauchsfertige, zugeschnittene Pflasterstreifen, Fingerstrips und Fingerkuppenverbände. Die zwei Hautreinigungstücher sind, einzeln verpackt, für die Reinigung unverletzter Hautpartien vorgesehen, womit die neue Norm dem gesteigerten Hygienebedürfnis der Bevölkerung Rechnung trägt. Auch ein Verbandpäckchen in Kindergröße wurde neu in die verbindliche Bestandteilliste des Verbandkastens mit aufgenommen.

Mit der ‘Zehnten Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften’ wird auch § 35h Absatz 3 Satz 1 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geändert. Zu den Mitführungspflichten für Erste-Hilfe-Material heißt es dort: ‘In (…) Kraftfahrzeugen (…) ist Erste-Hilfe-Material mitzuführen, das nach Art, Menge und Beschaffenheit mindestens dem Normblatt DIN 13 164, Ausgabe Januar 1998 oder Ausgabe Januar 2014 entspricht.’ Die mitzuführenden Warnwesten werden in § 53a Absatz 1 wie folgt spezifiziert: ‘Warnwesten müssen der Norm DIN EN 471:2003+A1:2007, Ausgabe März 2008 oder der Norm EN ISO 20471:2013 entsprechen’.

Quelle: BVMed