Ohne Investitionen keine Zukunft der Krankenhäuser

Berlin, 07. Juli 2009 – Zu den Ergebnissen der KPMG-Studie “Zukunft deutsches Krankenhaus’ erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
 
“Die Studie macht deutlich, dass viele Kliniken in einer schwierigen finanziellen Lage sind. Das Hilfspaket der Bundesregierung mit Ausgleichen für die Tariflohnsteigerungen und dem Förderprogramm zur Finanzierung
der Einstellung von Pflegekräften war dringend notwendig. Allerdings sind die finanziellen Mittel noch nicht in allen Bundesländern bei den Krankenhäusern angekommen.
 
Damit die Kliniken in eine bessere Zukunft gehen können, brauchen sie vor allem verlässliche und berechenbare finanzielle Rahmenbedingungen. Dazu gehören insbesondere ausreichende Investitionsmittel, für die die  Bundesländer zuständig sind. Die KPMG-Studie zeigt, dass Investitionen der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit sind.’
 
Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)
 
KPMG-Studie ‘Zukunft deutsches Krankenhaus’
 
Die KPMG-Studie ‘Zukunft deutsches Krankenhaus’ untersucht auf der Grundlage von zehn Thesen den deutschen Krankenhausmarkt auf seine Zukunftsfähigkeit. Sie zeichnet ein differenziertes Bild und deckt situationsgerechten Handlungsbedarf auf.
Die Publikation trifft Aussagen zu Grundstrategien und diskutiert Verbesserungspotenziale. Basis ist eine umfangreiche Detailanalyse nach Trägern, Regionen und Größenklassen anhand der Datenbank Krankenhaus 300 von KPMG.
 
Die Veröffentlichung Zukunft deutsches Krankenhaushat das Ziel, das differenzierte Bild des deutschen Krankenhausmarktes darzustellen und situationsgerechten Handlungsbedarf aufzudecken.
 
Folgende zehn Thesen liegen der Analyse Zukunft deutsches Krankenhauszugrunde.
Diese Thesen beschreiben wesentliche strategische externe und interne Faktoren, die
das deutsche Krankenhaus in der Zukunft voraussichtlich beeinflussen werden.

1. Der Wettbewerb wird zunehmen – die Anzahl der Krankenhäuser weiter abnehmen.
2. Wirtschaftlichkeit und Qualität bestimmen die Zukunftsfähigkeit des Krankenhauses.
3. Die Bevölkerungsentwicklung verändert das Leistungsspektrum des Krankenhauses.
4. Die Preise für die traditionellen Krankenhausleistungen steigen mittelfristig nicht kostenadäquat.
5. Krankenhäuser müssen ihr Leistungsspektrum den aktuellen Gegebenheiten anpassen.
6. Gut ausgebildetes und motiviertes Personal erhöht die Attraktivität des Krankenhauses.
7. Die Personal- und Sachkosten im Krankenhaus steigen weiter erheblich.
8. Die Innovations- und Investitionskraft des Krankenhauses gewinnt noch mehr an  Bedeutung.
9. Das Krankenhaus muss Investitionen zunehmend außerhalb des KHG finanzieren.
10. Gesetzliche Regelungen beeinflussen das Krankenhaus weiter intensiv.

Mehr zur KPMG-Studie unter www.kpmg.de/Themen/14952.htm
 
Quelle: KPMG