Palliativversorgung

Durch eine Änderung des Arzneimittelgesetzes, die am 1. August in Kraft trat, entfällt künftig der Eigenanteil für Patienten in Hospizen. Die Selbstbeteiligung, die bis zu 90 Euro pro Tag betragen konnte, wird nun durch Zuschüsse für die Hospize ersetzt. Dadurch ist der Aufenthalt für Patienten in den Sterbeeinrichtungen von nun an kostenlos. Bei den stationären Hospizen übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die zuschussfähigen Kosten unter Anrechnung der Leistungen der Pflegeversicherung künftig in vollem Umfang. Durch eine Anhebung des Mindestzuschusses wird sichergestellt, dass alle stationären Hospize einen auskömmlichen Zuschuss erhalten. Bei den ambulanten Hospizen werden feste Zuschüsse zu den Personalkosten geleistet. Damit entstehen bundesweit gleiche Finanzierungsbedingungen.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt begrüßt, dass die Finanzierung ambulanter und stationärer Hospize verbessert wird: ‘Dies ist  ein Meilenstein in der Versorgung Schwerstkranker und sterbender Menschen. Seit Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, dass Schwerstkranke und Sterbende am Ende ihres Leben würdevoll sterben können. Wir haben einen Anspruch der Versicherten auf eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung geschaffen, d.h. Teams aus Ärzten und Pflegern kümmern sich wenn nötig rund um die Uhr um den Betroffenen. Jetzt wird dazu die Finanzierung der Hospize deutlich verbessert. Der Sozialstaat Deutschland zeigt sich nicht zuletzt am Umgang mit den Schwächsten unserer Gesellschaft. Am Ende des Lebens zählt nicht die Apparatemedizin, sondern das menschliche Füreinander, dass jemand da ist, Kraft spendet, zuhört oder einfach nur die Hand hält.’

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit