Gegen viele Leiden ist ein Kraut gewachsen

Eines der ältesten Heilkunde-Verfahren ist die Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde. Ob Kümmel bei Blähungen oder Johanniskraut bei Depressionen, die Natur bietet zu vielen Leiden das entsprechende Mittel.

Seit der Antike werden Kräuter und Pflanzen zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt – egal, ob im chinesischen, arabischen oder europäischen Raum. Allerdings ist es erst seit dem 19. Jahrhundert möglich, Pflanzenstoffe in ihrer Reinform zu extrahieren. So wurde unter anderem das Morphin entdeckt, welches sich im Schlafmohn befindet und gegen starke Schmerzen eingesetzt wird.

Traditionelle und rationale Phytotherapie

Während sich die traditionelle Form der Pflanzenheilkunde auf überlieferte Erfahrungen stützt, versucht die moderne, rationale Phytotherapie die Wirkung spezifischer Pflanzenstoffe wissenschaftlich zu belegen. Aus diesem Grund unterliegen Präparate der rationalen Pflanzenheilkunde auch der Zulassungspflicht und werden behördlich auf Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit geprüft.

Präparate der traditionellen Form der Naturheilkunde unterliegen keiner Zulassungspflicht. Ihre Verträglichkeit und Unbedenklichkeit wird durch ihre Verwendung belegt. So müssen sie mindestens 30 Jahre international und mindestens 15 Jahre innereuropäisch als medizinisches Produkt genutzt werden.

Bekannte Wirkstoffe

Arnika: Arnika wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Es kann bei leichten Prellungen und Verstauchungen in Form von Salben, Gels oder Aufgüssen in Umschlägen eingesetzt werden.

Sonnenhutkraut: Das Purpur-Sonnenhut-Kraut kann zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen eingesetzt werden.

Kümmel: Kümmel wirkt krampflösend und entblähend und hilft so bei Verdauungsbeschwerden.

Kräuter und Medizin