Sand ist kein Hautschutzmittel ÔÇô mein Tag am Strand ­čĆľ

Hallo ihr Lieben,

heute m├Âchte ich euch erz├Ąhlen, wie ich einen Tag am Strand organisiere und auf was ich achte.

Bevor es losgeht, habe ich eine Sache schon zu Hause gemacht – ich habe mir einen Strandkorb gemietet. Mit Stoma ist mir ein Strandkorb wichtig geworden, da ich schlecht bis gar nicht auf dem Bauch liegen kann. Muss man nat├╝rlich nicht machen, ich finde es aber bequemer so. Wenn ich dann aber doch mal auf dem Bauch liegen m├Âchte, mache ich mir ein Loch in den Sand, unter dem Handtuch, da wo das Stoma ist. So liege ich nicht direkt auf dem Darm und kann es f├╝r eine Zeit aushalten. Neben dem Handtuch kommen noch ein paar andere Dinge mit in die Strandtasche. Bikini (Badeanzug mag ich nicht, da er auf den Darm dr├╝ckt) und auch der Schwimmg├╝rtel darf nicht fehlen.

Wenn ich mich nur sonnen m├Âchte, trage ich den Schwimmg├╝rtel nicht und zeige meinen Beutel offen. Bisher habe ich da nie bl├Âde Kommentare oder Blicke von anderen Strandbesuchern erhalten. Kinder fragen manchmal nach, meistens aber ihre Eltern und ich bekomme es nur zuf├Ąllig mit. Es gab bisher nie eine nervige Situation, eher interessante. Gerade wenn die Eltern zu ihrem Kind sagen: „Frag die Dame doch lieber selber“. Lieber werde ich gefragt, als dass die Leute doof tuscheln.

Stoma-am-Strand

Zum Schwimmen nehme ich dann immer den Schwimmg├╝rtel mit, das gibt mir im Wasser den n├Âtigen Halt und Sicherheit. Vor allem im Meer gibt es mal etwas mehr Wellen, und da soll der Beutel bleiben wo er hingeh├Ârt. Zus├Ątzlich kommt Sonnenschutzcreme mit in meine Tasche. Es ist wichtig sich einzucremen, f├╝r jeden von uns, nicht nur f├╝r Stomatr├Ąger. Allerdings ist es nicht n├Âtig, die Platte der Versorgung mit einzucremen, die Platte selber h├Ąlt die Sonnenstrahlung ab. Man wird nicht braun unter der Platte. Sieht lustig aus, wenn man sie dann wechselt. Ganz wei├če Haut und der Rest ist gebr├Ąunt.

Ich nehme immer reichlich Getr├Ąnke mit, gerade in der Hitze brauchen wir viel Fl├╝ssigkeit. Meine Lieblingsgetr├Ąnke sind Apfelwasser und isotonische Getr├Ąnke. Darin ist viel enthalten, was wir so brauchen, z.B. Salze und Pektin. Trinkt aber immer wieder nur wenig und nicht zu viel auf einmal, das mag ein D├╝nndarmausgang nicht. Wassermelone, Salatgurke oder ├ähnliches kann man gut mitnehmen und am Strand essen. Bei mir geh├Âren auch immer Kekse mit in die Tasche und Br├Âtchen, damit ich auch was gegen den Hunger habe. Klar ist mein Euroschl├╝ssel f├╝rs WC auch mit dabei.

Wenn ich an einen mir unbekannten Strand fahre, mache ich mich vorher kundig, wo die Toiletten sind, beispielsweise ├╝ber die App Gesina. So vorbereitet und mit einem guten Buch kann ich es sehr lange am Strand genie├čen. Klar gehe ich zwischendurch auch meinen Beutel leeren, aber andere gehen ja auch regelm├Ą├čig zur Toilette. Passt bitte auf, dass eure Strandtasche nicht zu schwer wird. 10 kg sind das Maximum, was wir heben sollten. Denkt immer an eure Bauchdecke, ihr wollt ja nicht einen Bauchdeckenbruch (Hernie) riskieren.

Ich mache meine Versorgung nach dem Baden im Meer nicht gleich wieder neu, sondern gehe zu Hause duschen, um das Salzwasser einmal abzusp├╝len und wechsele erst wieder, wenn es dran ist. Das hat immer super geklappt.

So vorbereitet solltet ihr alle einen super Tag am Strand mit Sonne und viel Wasserkontakt haben. Ich w├╝nsche euch allen einen tollen Urlaub und viel Mut, euch so zu zeigen, wie ihr seid. Keiner von uns muss sich verstecken. Jeder soll das tun, was er m├Âchte. Schlie├člich leben wir und das sollten wir genie├čen!

Eure Meli