So kann Dekubitus vermieden werden!

Dekubitus ist eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunter liegenden Gewebes. Besteht ein erhöhtes Risiko für einen Dekubitus, sollte auf keinen Fall auf eine geeignete Prophylaxe verzichtet werden:

  1. Identifizieren Sie Risikofaktoren und versuchen Sie diese zu vermeiden (bspw. medizinische Hilfsmittel, die an der Haut reiben oder Druck ausüben). Selbst Falten im Bettlaken können schon ein Dekubitusrisiko darstellen.
  2. Beobachten Sie täglich die Haut der Patientin oder des Patienten. Haben sich an belasteten Stellen Hautrötungen gebildet? Falls ja: führen Sie den „Fingertest“ durch und drücken mit einem Finger auf die Rötung. Bildet sich ein weißer Rand um die Rötung, liegt kein Dekubitus vor; lässt sich die Rötung allerdings nicht „wegdrücken“, ist dies bereits ein Dekubitus im ersten Stadium. Suchen Sie am besten sofort einen Arzt auf.
  3. Eine druckentlastende Lagerung der Patientin oder des Patienten ist besonders wichtig. Grundsätzlich sollte die Position etwa alle zwei Stunden geändert werden. Dies kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein.
    Achtung: Das richtige Positionieren der eingeschränkten Person ist nicht immer ganz einfach. Vermeiden Sie unbedingt Ziehen oder Zerren, da dies die Haut durch sogenannte Scherkräfte schädigen kann.
  4. Die Mobilisation der Patientin oder des Patienten ist grundsätzlich wichtig, um eine Druckentlastung vom ständigen Liegen herbeizuführen. Dabei sollte die pflegebedürftige Person jedoch nicht einfach vom Bett in einen Rollstuhl umpositioniert werden, sondern versuchen, sich aktiv mitzubewegen und – falls möglich – sogar ein paar Schritte zu gehen. Denn zu langen, unbeweglichen Sitzen oder Liegen führt – ob im Bett oder im Rollstuhl – vielfach zu einem Dekubitus.
  5. Weiterhin kann durch feuchtigkeitsspendende Cremes die Haut gepflegt werden. Dies ist jedoch nur ein zusätzliches Mittel und dient in keinem Fall allein der Dekubitusprophylaxe.

Tritt trotz Prophylaxe-Maßnahmen ein Dekubitus auf, muss schnell gehandelt werden. Je eher das Druckgeschwür entdeckt wird, desto besser kann es behandelt werden.

Dekubitus-Prophylaxe