Sonnenschutz bei Erwachsenen – Fünf verschiedene Hauttypen

Ein wirksamer Sonnenschutz ist für jeden von uns wichtig und sollte nicht leichtfertig vernachlässigt werden.

Besonders Personen mit empfindlicher Haut müssen sich mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor schützen. Aber woher weiß ich, welcher Sonnenschutz für mich richtig ist? Dies hängt vor allem von der Empfindlichkeit der Haut ab. Diese kann in der Regel in fünf verschiedene Typen eingeteilt werden. Die Helligkeit von Haut und Haaren sowie die Augenfarbe dienen hier zur Orientierung.

So hat der empfindlichste Hauttyp (Typ I) in der Regel sehr helle Haut und Sommersprossen, hellblonde oder rötliche Haare und meistens blaue Augen. Des Weiteren wird er nicht braun.

Typ II hat auch eine helle Hautfarbe, blonde oder dunkelblonde (sehr selten braune) Haare sowie graue, blaue oder grüne Augen.

Typ III hat eine mittlere Hautfarbe, wird aber nach einigem Sonnenbaden recht braun, hat meistens hell- bis dunkelbraune Haare (manchmal auch blond oder schwarz) und grüne oder braune Augen.

Typ IV hat auch ohne Sonnenbad dunklere Haut und wird in der Sonne schnell richtig braun. Meistens hat er dunkle Haare und braune oder grün-braune Augen.

Typ V hat im ungebräunten Zustand eine dunkle bis sehr dunkle Haut und bekommt ohne Sonnenschutz nur sehr selten einen Sonnenbrand. Er hat des Weiteren schwarze Haare und dunkle Augen.

Nun hat jeder dieser Hauttypen eine bestimmte Eigenschutzzeit des Körpers, also die Zeit, in der man sich ohne Sonnenschutz in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Bei empfindlicher Haut liegt diese Zeit gerade einmal bei 5-10 Minuten. Die Sonnencreme verlängert die Eigenschutzzeit nun um den auf der Flasche angegebenen Faktor. Benutzt man also einen Lichtschutzfaktor 30 und die Eigenschutzzeit beträgt 10 Minuten, könnte man sich theoretisch 300 Minuten in der Sonne aufhalten. Experten raten jedoch dazu, nur 60% der ausgerechneten Zeit in der Sonne zu verbringen, da die meisten Personen viel zu wenig Sonnencreme benutzen (empfohlen werden ca. 90ml pro Person pro Tag) und der angegebene Faktor dann gar nicht erreicht werden kann. Es gilt aber für alle: lieber zu viel Sonnencreme und einen höheren Lichtschutzfaktor als ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Verwenden Sie also immer mindestens einen Schutzfaktor 30. Und machen Sie sich keine Sorgen – der Sonnenschutz hemmt nicht die Produktion von Vitamin D!

Übrigens: Durch nachcremen wird die Schutzzeit nicht verlängert, denn diese gilt nur einmal pro Tag. Das mehrmalige Auftragen der Creme ist jedoch wichtig, um den Schutzfilm aufrecht zu erhalten.