Tierische Unterstützung – die Assistenzhunde

Ein kleiner Helfer im Haushalt, der mit anpacken und bei körperlich herausfordernden Aufgaben unterstützen kann? Klingt nach Heinzelmännchen, gibt es aber auch ohne Zauberei: Therapiehunde sind eine wertvolle Hilfe, die bestimmte Dienstleistungen für Menschen mit motorisch-statischen Beeinträchtigungen übernehmen können. Sie helfen dabei, den Alltag durch mehr Bewegungsfreiheit und Selbstständigkeit zu meistern.

Sollten bestimmte Handgriffe nicht mehr eigenständig möglich sein, können diese vom Hund übernommen werden. Außerdem gibt das Tier Sicherheit und kann im Notfall Hilfe holen. Dabei ist die Ausbildung des Hundes individuell auf die Bedürfnisse des Menschen abgestimmt. Die Anforderungen sind so unterschiedlich, wie die Behinderungen selbst. Der Prozess ist von Anbieter bzw. von Verein zu Verein unterschiedlich. Grob lässt sich der Prozess aber in drei Schritte aufgliedern.

Im ersten Schritt muss man Kontakt mit einem Vermittlungsverein aufnehmen und klären, welche Aufgaben der zukünftige Assistenzhund für seinen Menschen übernehmen soll. Der zweite Schritt ist das persönliche Kennenlernen. Hierbei wird dem Menschen neben dem Hund und dem Trainer auch eine Betreuungsperson vorgestellt. Ziel ist in diesem Schritt, den Menschen während der Versorgung bestmöglich zu beraten und zu begleiten. Der dritte Schritt ist der zentralste – die Versorgung mit einem Rehabilitationshund. Im Rahmen der Planung und Beratung zur Versorgung mit einem Rehabilitationshund wird ein individueller Ausbildungs- und Trainingsplan erstellt sowie eine vertragsgebundene Kostenkalkulation ermittelt.

Für die Ausbildung eines Rehabilitationshundes entstehen Kosten, die nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen getragen werden. Es gibt auch keine staatliche Förderung, aber das sollte dich nicht abschrecken. Viele Vereine helfen dir bei der Finanzierung, so können in den meisten Fällen (nicht zuletzt auch dank Spendern), individuelle Lösungen zur Kostendeckung gefunden werden. Sich an entsprechende Stiftungen zu wenden, ist ratsam.

Ich habe aber schon einen Hund, kann der nicht mein Assistenzhund werden?
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit bereits vorhandene Hunde auszubilden. Dazu muss der Hund einen Eignungstest absolvieren, um zu zeigen, dass er über das Wesen eines Assistenzhundes verfügt. Außerdem muss der Hund gesund sein. Wie lange jedoch die Ausbildung des Hundes dauert und wie viele Einzelstunden dazu nötig sind, hängt vom bis dahin erreichten Trainingsstand, den erforderlichen Aufgaben und auch dem individuellen Training von Hund und Halter ab. Die Ausbildung eines bereits vorhandenen Hundes ist ausschließlich in Selbstausbildung möglich.

Assistenzhund