Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs

Jedes Jahr erkranken mehr als 60.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs. Eine rechtzeitige Früherkennung kann die Heilungschancen bei Darmkrebs erheblich verbessern oder eine Erkrankung sogar verhindern.

Darmkrebs ist eine “stille” Krankheit. In den meisten Fällen gibt es keine Warnzeichen.

Im Gegensatz zu anderen Krebsarten aber entsteht Darmkrebs aus Vorstufen, den Polypen. Diese sind lange gutartig, bevor sie zu Krebs entarten. Man schätzt, dass dieser Vorgang etwa zehn Jahre dauert – viel Zeit also, um die Krebserkrankung zu verhindern. Die Vorsorge ist deshalb eine der wichtigsten Waffen gegen den Krebs. Mithilfe von Vorsorgeuntersuchungen können diese Vorstufen bereits entdeckt und entfernt werden – noch bevor sie zu Krebs werden.

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, um Darmkrebs(-Vorstufen) zu erkennen.
Die sicherste Methode ist die Darmspiegelung, die Koloskopie.

  • Seit April 2019 haben Männer ab 50 Jahren alternativ zum Stuhltest auch einen Anspruch auf zwei Vorsorge-Koloskopien im Mindestabstand von zehn Jahren. Wird das Angebot erst ab dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen, haben sie Anspruch auf nur eine Vorsorge-Koloskopie.

Diese Neuregelung ergänzt das bisherige Screening-Programm zur Darmkrebsvorsorge:

  • Im Alter von 50 bis 54 Jahren können Frauen und Männer jährlich einen iFOBT (immunologischen Stuhltest) durchführen lassen.
  • Frauen haben wie gehabt erst ab einem Alter von 55 Jahren Anspruch auf zwei Vorsorge-Koloskopien im Mindestabstand von zehn Jahren. Auch hier gilt: Wird das Angebot erst ab dem 65. Lebensjahr genutzt, besteht nur Anspruch auf eine Vorsorge-Koloskopie.
  • Ab 55 Jahren haben Frauen und Männer alle zwei Jahre Anspruch auf einen iFOBT, solange noch keine Vorsorge-Darmspiegelung in Anspruch genommen wurde.

Seit 01.Juli 2019 bekommen alle Versicherten ab 50 Jahren von ihrer Krankenkasse per Post eine Einladung und Informationen zur Früherkennung.

Bei einem auffälligen Stuhltest besteht immer Anspruch auf eine Koloskopie zur Abklärung

Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Magen-Darm-Arzt über Darmkrebs und lassen Sie sich über mögliche Vorsorgemaßnahmen beraten!

Quelle: Felix Burda Stiftung

Darmkrebsmonat