Was ist ein: Hammerzeh?

Das falsche Schuhwerk kann zu einer enormen Belastung für die Füße werden. So können sich neben Hornhaut und Hühneraugen auch schlimmere Erkrankungen entwickeln und durch Überlastung die Knochen verformen.

Zu kleine oder zu schmale Schuhe können die Zehen zusammenpressen und stauchen. Mitunter bildet sich die Fußmuskulatur zurück und Betroffene können ihre Zehen immer schlechter bewegen. Wird das falsche Schuhwerk über einen langen Zeitraum getragen, können sich die Knochen in den Zehen verformen. Die Folge: Der Zeh wird steif und lässt sich nicht mehr geradebiegen. Ist das Mittelgelenk des Zehs so stark nach oben gebeugt, dass die Spitze des Zehs gerade auf den Boden zeigt, spricht man von einem Hammerzeh. Betroffen sind meist der zweite, dritte oder vierte Zeh.

Ein Hammerzeh ist häufig nicht angeboren, sondern tritt im Laufe des Lebens auf. Dabei entwickeln ihn Menschen mit Spreiz- oder Hohlfuß eher als Menschen, die an keiner Fußfehlstellung leiden. Weitere Ursachen für einen Hammerzeh können ein Trauma, ausgelöst durch beispielsweise einen Unfall oder Rheuma sein. Er ist insbesondere für Menschen mit Diabetes gefährlich, da sich durch die Fehlstellung häufig Druckstellen bilden. Diese wiederum können zur Ausbildung des Diabetischen Fußsyndroms führen.

Therapeutische Maßnahmen

Ein Hammerzeh muss nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen. Meist suchen sich Betroffene erst medizinische Hilfe, wenn sie unter Schmerzen leiden oder ihnen die Verformung des Fußes optisch missfällt.

Ist der Hammerzeh nur geringfügig ausgeprägt, kann eine Anpassung des Schuhwerks reichen, um die Beschwerden zu lindern. In vielen Fällen wird er allerdings operiert. Lässt sich der Zeh noch bewegen, reicht eine Sehnen-Verlängerung aus, um den Zeh zu entlasten und zu verhindern, dass sich weitere Druckstellen bilden. Ist der Zeh steif, müssen das Mittel- oder Grundgelenk in einer aufwändigen Operation rekonstruiert werden.

Hammerzeh