Was ist Spina bifida?

Spina bifida oder der offene Rücken beschreibt eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule und oft des Rückenmarks.

Die Krankheit tritt in verschiedenen Formen auf. Ein Teil der Betroffenen leidet an starken Beschwerden, ein anderer hat keine Einschränkungen.

Spina bifida ist eine Krankheit, die die Wirbelsäule und oft das Rückenmark betrifft. Die Fehlbildung entwickelt sich während der Schwangerschaft. Spina bifida kommt in zwei unterschiedlichen Arten vor. Bei Spina bifida occulta ist ein Wirbelbogen am Rücken gespalten. Da die Spaltung aber nicht das Rückenmark betrifft, haben die Neugeborenen meist keine Beschwerden. Betroffene mit einer Spina bifida aperta hingegen kommen mit einer von außen sichtbaren Fehlbildung auf die Welt. Diese hat eine Öffnung, aus diesem Grund wird die Krankheit auch häufig als offener Rücken bezeichnet. Wie stark die Beschwerden des Babys sind, hängt davon ab, wie schwer das Rückenmark geschädigt ist. Die Einschränkungen reichen von Empfindungsstörungen in den Beinen bis hin zu einer stark ausgeprägten Querschnittlähmung.

Spina bifida

Ursachen und Behandlung

Es ist nicht genau geklärt, warum sich eine Spina bifida bildet. Expert*innen vermuten allerdings, dass sowohl Gene als auch Umwelteinflüsse eine Rolle bei der Entwicklung der Fehlbildung spielen. Wahrscheinlich kann auch ein Mangel an Folsäure das Risiko erhöhen. Bei einem von ca. 2.000 Neugeborenen tritt die Krankheit auf.

Die Behandlung einer Spina bifida erfolgt individuell. Da Neugeborene mit Spina bifida occulta meist keine Beschwerden haben, wird die Fehlbildung auch nicht behandelt. Jene mit Spina bifida aperta müssen bereits kurz nach der Geburt operiert werden. Da über die offene Stelle am Rücken Keime in den Körper eindringen können und möglicherweise gefährliche Infektionen auftreten, muss die Öffnung schnell verschlossen werden. Meist folgen danach weitere Operationen, um die Folgeerscheinungen der Krankheit zu behandeln.