Wenn der Schmerz bleibt

Schmerzen haben eine Ursache, beispielsweise einen Bandscheibenvorfall. Nachdem dieser ausgeheilt ist, verflüchtigen sich auch die durch ihn verursachten Schmerzen wieder – meistens zumindest. Bei einem Teil der Betroffenen ist das leider nicht so. Starke, schmerzlindernde Präparate helfen zwar kurzfristig, bergen aber auch ein hohes Suchtrisiko. Um das eigene Leiden ganzheitlich und möglichst risikofrei zu behandeln, greifen viele auf Methoden der Naturheilkunde zurück.

Die Schmerzen beenden

Eine Schmerztherapie ist ein komplexes Unterfangen und funktioniert nur, wenn sie individuell auf die betroffene Person abgestimmt ist. Für die Behandlung werden meist mehrere Verfahren miteinander kombiniert, um das Schmerzgedächtnis zu löschen oder die Schmerzleitung zu unterbrechen. So kommen neben Medikamenten der Schulmedizin auch eine psychische Betreuung sowie verschiedene naturheilkundliche Verfahren zur Anwendung. In diesem Bereich haben sich insbesondere die Blutegelbehandlung und die traditionelle chinesische Akupunktur bewährt.

Bei einer Blutegelbehandlung werden Egel 45 bis 90 Minuten direkt auf die Haut gesetzt. Diese sondern beim Blutsaugen Speichel ab, der schmerzlindernde Substanzen enthält und entzündungshemmend wirkt. Der genaue Wirkmechanismus der Therapie ist noch nicht entschlüsselt. Auch bei der Wirkweise der Akkupunktur sind sich die Expert*innen nicht einig. Die Nadeleinstiche sorgen dafür, dass das Gehirn sich auf den kleinen, akuten Schmerz konzentriert und den chronischen nicht mehr meldet. Das Prinzip heißt Gegenreizverfahren. Derzeit streitet die Fachwelt darüber, ob es einen Unterschied macht, die Nadeln an beliebigen Orten in den Körper zu stechen oder den Punkten, die die traditionelle Akkupunktur vorsieht. Studien belegen beide Annahmen.

Akupunkturnadel gegen chronische Schmerzen