Wie gesund ist der Verzicht auf Kohlenhydrate?

Die Low Carb-Diät wurde bereits im 19. Jahrhundert praktiziert. Seit den 1970er-Jahren ist sie als Atkins-Diät weltberühmt. Obwohl sich häufig ein schneller Gewichtsverlust einstellen kann, birgt diese Form der Ernährung auch Risiken.

Im 19. Jahrhundert wurde das Prinzip der kohlenhydratarmen Ernährung erstmals populär. Der Engländer William Banting bekam die Diät von seinem Arzt zur Gewichtsabnahme verordnet und schrieb daraufhin „Letter on Corpulence“. Das Buch über Low Carb wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Spätestens seit den 1970er wurde die Diät durch die Publikationen des amerikanischen Arztes Robert Atkins weltberühmt.

Atkins schlägt vor, zu Beginn der Diät die Kohlehydrate drastisch zu reduzieren. Stattdessen sollen Fette in der Ernährung die Energieträger sein und Proteine, die Aminosäuren liefern. So wird, nach Atkins, das eigene Körperfett zur Energiegewinnung genutzt.

Mögliche Mängel bei der Low Carb-Diät

Obwohl insbesondere die Vorzüge der Low Carb-Diät bekannt sind, existieren auch Nachteile, die zu Mängeln führen können. Konkret betrifft das die Versorgung mit Vitamin B1, Folsäure, Magnesium, Kalzium, Eisen und Jod.

Nährstoffmangel bei der Low Carb-Diät

Eine kohlenhydratarme Ernährung kann Gewicht reduzieren und so Volkskrankheiten wie Diabetes Mellitus oder Erkrankungen des Herzkreislaufsystems vorbeugen. Um keine Mängel an Vitaminen, Spurenelementen oder Nährstoffen zu entwickeln, sollte der eigene Speiseplan gut durchdacht sein. So ist neben Reis und Kartoffeln auch in Brokkoli Magnesium enthalten. Einem Jodmangel kann durch den Konsum von Salzwasserfischen oder Jodsalz vorgebeugt werden. Möglich sind auch Nahrungsergänzungsmittel. Deren Einnahme sollte allerdings mit einem Arzt*in abgestimmt sein.