Magen-, Dickdarm- und Stomaspiegelung

Moin ihr Lieben,

heute möchte ich euch von den drei Untersuchungen berichten, die ich gerade hatte.

Bei mir wurden eine Magen-, Dickdarm- und Stomaspiegelung gemacht.

Bei mir kann der Arzt auch über den After spiegeln, da dieser nicht verschlossen ist und ich einen Teil meines Dickdarms noch habe. Benutzen kann ich diesen allerdings nicht mehr, dennoch bildet der Dickdarm auch so eine Art Stuhl. Mein Arzt hat diese Form des Stuhls Wachs genannt. Dieser Name passt sehr gut, denn die Konsistenz ist wie Wachs. Alle drei bis vier Wochen muss ich da auch ganz natürlich auf die Toilette gehen. Um den Dickdarm spiegeln zu können, muss ich vorher abführen, damit der Arzt etwas sieht. Das ist eine sehr unangenehme Sache, Abführmittel zu trinken und ständig auf Toilette zu müssen. Das fällt jetzt mit Stoma komplett weg. Ich brauchte mich also überhaupt nicht vorbereiten, nur am Tag der Untersuchung nüchtern sein. Mein Arzt sagt ganz klar, dass es keinen Sinn macht, Abführmittel bei einem Dünndarm-Stoma zu trinken, da es eh nicht in den Dickdarm kommt. So konnte ich den Tag vor der Untersuchung noch ganz normal essen und mir ging es sehr gut.

Am Tag der Untersuchung wurde ich zunächst verkabelt, also EKG und Blutdruck wurde regelmäßig gemessen.

Eine Infusion mit Flüssigkeit und Sauerstoff habe ich bekommen, damit während der Untersuchung alles gut läuft. Dann ging es in den Untersuchungsraum, wo ich in eine Kurzzeitnarkose gelegt wurde. Als erstes hat sich der Arzt meinen Magen angeschaut, dann den Dickdarm und auch über das Stoma hat er in den Dünndarm geschaut. Das, was im Dünndarm noch an Stuhl war, hat der Arzt einfach abgesaugt. Das Ergebnis aller Untersuchungen hat mich dann, als ich wieder wach war, umgehauen. Mein Magen und auch mein Darm haben derzeit keine Anzeichen von Entzündungen und sehen sehr gut aus, so wie es halt sein soll. So ein Ergebnis habe ich noch nie erhalten, es waren immer Entzündungen im Darm und auch manchmal im Magen.

Jetzt nach drei Jahren mit Stoma sehen mein Darm und mein Magen endlich wieder richtig gut aus. Der ganze Stress, dass ich ein Stoma bekommen habe, hat sich gelohnt.

Mir geht es nachweislich sehr gut und das macht mich ohne Ende glücklich! Ich habe mein Leben zurück! Für alle, die unter chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden und es nicht zu schubfreien Zeiten kommt, lasst euch zu einem Stoma beraten. Ein Stoma kann ein super Freund und Lebensretter sein. Mir geht es viel besser mit Stoma, meine Lebensqualität ist wieder da. Nach der Spiegelung war mein Stoma etwas beleidigt und hatte den restlichen Tag nur noch Durchfall gefördert.

Also meine Tipps für euch, wenn bei euch eine Stomaspiegelung ansteht:

  1. Fragt euren Arzt genau nach den Vorbereitungsmaßnahmen. Abführmittel zu trinken macht wohl keinen Sinn.
  2. Wechselversorgung mitnehmen.
  3. Jemanden mitnehmen, der euch nach Hause fahren kann, sofern die Untersuchung nicht stationär läuft.
  4. An diesem Tag keine weiteren Termine machen, sondern ausruhen.

Ich wünsche euch alles Gute für eure Untersuchungen und ein ebenso perfektes Ergebnis wie bei mir!

Eure Melli

Magen-, Dickdarm- und Stomaspiegelung