Meli testet: Stuhleindickungsmittel

Hallo ihr Lieben!

Ich habe mich für euch mal mit Mitteln beschäftigt, die den Stuhl eindicken. Gerade wir als Ilostomaträger haben oft mit dünnflüssigem Stuhl zu tun, was für den Körper natürlich eine Belastung ist, da er zu viel Flüssigkeit verliert.

Was kann man nun dagegen tun…? Klar, es gibt Lebensmittel, die stopfen, aber helfen diese auch wirklich? Ich habe das mal ausprobiert…!

Zuerst kamen bei mir Bananen auf den Prüfstand. Die Banane einfach so zu essen geht zwar, aber sie kam stückig und in Flüssigkeit schwimmend wieder zum Vorschein. Also dachte ich mir, ich püriere diese und esse sie dann. Ganz getreu dem Motto, was für ein Baby gut ist, kann uns nicht schaden. Und was soll ich sagen…? Es hat bestens gewirkt! Noch besser ist es, die pürierte Banane mit Schmelzflocken, Milch und Honig zu vermischen. Der Stuhl war wunderbar eingedickt. Kleiner Nebeneffekt – es hat geschmeckt und lange gesättigt. 😉

Aus dem Lebensmittelangebot helfen auch Kartoffeln, und das in allen Variationen, z.B. Kartoffelbrei oder Salzkartoffeln. Mein Favorit sind Ofenkartoffeln mit Quark, das stopft sehr gut.

Bananenbrei dickt den Stuhlgang ein

Für Unterwegs eignen sich Pommes, auch wenn man mir gesagt, dass etwas Frittiertes nicht optimal sei, aber mir hilft es. Laugengebäck und Reiswaffeln sind auch gute Reisebegleiter. Was ich auch sehr gerne esse, um den Stuhl einzudicken, sind Kekse und Schokolade, aber Vorsicht – schlanker wird man davon nicht.

Ihr könnt auch etwas pektinhaltiges trinken, den Pektin dickt den Stuhl ein.

Mit der Zeit habe ich zudem festgestellt, dass Apfelwasser ohne Kohlensäure das Beste ist. Auch Pfirsichsaft funktioniert super, sowie schwarzer Tee. Witzigerweise kann ich auch super Cola trinken, was bei vielen eher abführend wirkt, bei mir jedoch nicht.

Wenn Lebensmittel nicht helfen dann gibt es da noch Medikamente. Bei den freiverkäuflichen Medikamenten gibt es z.B. Imodium oder DHU Manganum Metallicum D8. Imodium habe ich ausprobiert, da man es auch ohne Wasser einnehmen kann. Leider ist Imodium nichts für mich, mir wurde davon übel. Probiert es selbst aus, jeder reagiert ja anderes auf Medikamente!

Auf Rezept lasse ich mir Paracodin und Tinctura Opii verschreiben. Bei beiden Medikamenten kommt es dabei nicht auf die eigentliche Hauptwirkung , sondern vielmehr auf die Nebenwirkung – Verstopfung – an. Paracodin ist ein Reizhustenstiller und Tinctura Opii (Opium) ist ein Schmerzmedikament. Paracodin nehme ich nur abends, da dieses Medikament auch müde machen kann. Anders bei Tinctura Opii, das nehme ich regelmäßig drei- bis  vier Mal am Tag. Es macht nicht müde, bringt aber die Darmbewegung zur Ruhe und mein Darm produziert viel weniger.

Es ist in einer homöopathischen Gabe dosiert, also sehr niedrig. Tinctura Opii hat mir meine Stoma-Therapeutin empfohlen. Wenn gar nichts hilft und ihr nicht die halbe Nacht die Fliesen auf der Toilette zählen wollt, helfen die kleinen Minibeutelchen, die man in den Stoma-Beutel gibt. Ich habe die STOMOCUR® Super Absorber Gelling Sachets von FORLIFE ausprobiert und war begeistert. Endlich konnte ich mal eine Nacht durchschlafen und seitdem nutze ich sie häufiger. Unterwegs habe ich STOMOCUR® Super Absorber Gelling Sachets immer dabei.

Probiert es aus und erzählt mir, wie es war.

Eure Melanie