Risiken bei der Prostataentfernung

Jede Operation birgt ein Risiko, selbst minimal-invasiven Eingriffen sollte nicht unüberlegt zugestimmt werden – so auch bei der Entfernung der Prostata. Die Entfernung der Prostata kann die Heilung des Krebses bedeuten. Allerdings sollte jeder chirurgische Eingriff wohlüberlegt sein. Gerade beim Thema Prostataentfernung streitet die medizinische Fachwelt. Obwohl vor allem bei älteren Männern der Krebs nur sehr langsam wächst und alternative Therapieformen existieren, wird häufig operiert. Es gibt auch Nebenwirkungen: Laut des Barmer GEK-Krankenhausreports von 2012 klagen 70 Prozent der Befragten nach einer Prostataentfernung über Erektionsprobleme, 53 Prozent der Männer haben weniger Interesse an Geschlechtsverkehr und 16 Prozent werden inkontinent.

Das sind die Risikogruppen bei einer Prostataentfernung

Nicht jeder Patient hat die gleichen Voraussetzungen für eine Prostataentfernung. Es gibt verschiedene Gründe, die gegen den Eingriff sprechen. Soll die Prostata über einen Schnitt am Unterbauch entfernt werden, dann tragen vor allem Menschen mit Übergewicht oder einem bereits häufig operierten Unterbauch ein hohes Risiko.

Wird die Prostata über einen Schnitt zwischen Anus und Hoden (Dammschnitt) entfernt, sollte das Organ nicht zu stark vergrößert sein und unter 100 Gramm wiegen. Wenn die Prostata über einen minimal-invasiven Eingriff, also mehrere kleine Schnitte am Bauch (Schlüsselloch-Operation), entfernt werden soll, dann tragen Patienten mit chronischer Lungenentzündung, Herzschwäche oder einem schlechten Allgemeinzustand ein deutlich höheres Risiko als vergleichsweise gesunde Patienten.

Prostataentfernung