Inkontinenzhilfsmittel – Das Urinalkondom

Schweregrade der Inkontinenz

Bei Harninkontinenz können unterschiedliche Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Ein Urinalkondom für Männer kann eine gute Alternative sein.

Das Urinalkondom besteht aus Latex und Silikon und wird auch als Kondomurinal bezeichnet. Es ist wie der Katheter ein ableitendes Inkontinenzsystem und dient als Hilfsmittel für Menschen, die an einer Harninkontinenz leiden. Das Urinalkondom und ähnliche ableitende Inkontinenzsysteme werden sowohl für Männer, als auch für Frauen (Frauenurinal) hergestellt. Allerdings empfinden Frauen diese auf Grund der Physiognomie der Vagina oft als unzuverlässig.

Das Urinalkondom für Männer umschließt den Penis wasserdicht wie ein Kondom. An seinem unteren Ende befindet sich ein Ablauf. An diesem kann ein Schlauch befestigt werden, der den Urin in einen separaten Bett- oder Beinbeutel  leitet. Die Verwendung eines Urinalkondoms eignet sich bei einer mittleren bis starken Harninkontinenz.

Vor- und Nachteile des Kondomurinals

Da Betroffene oft selbst in der Lage sind, ein Urinalkondom anzulegen, ist nur wenig medizinische Betreuung nötig. So wird ein aktiver Lebensstil gefördert. Außerdem bietet das Urinalkodom zuverlässigen Schutz, und das Risiko, an einem Harnwegsinfekt zu erkranken, ist deutlich geringer als bei einem Katheter.

Ein Nachteil des Urinalkondoms können allergische Reaktionen auf der Haut und ein Druckgefühl auf dem Penis sein. Etwa 15% der Betroffenen leiden darunter.