Inkontinenz

Was bedeutet Inkontinenz?

Inkontinenz wird von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft als die fehlende oder mangelnde Fähigkeit des Körpers, den Blasen- und/oder Darminhalt sicher zu speichern und selbst zu bestimmen, wann und wo er entleert werden soll, beschrieben. Dabei sind unwillkürlicher Urinverlust oder Stuhlabgang die Folgen.

Sie haben Fragen zu unserem Therapiebereich Inkontinenz?

Kennen Sie schon Gesina?

Gesina steht Ihnen täglich bei der Versorgung mit Hilfsmitteln und mit vielen nützlichen Informationen in den Bereichen Stoma und Inkontinenz zur Seite

Senioren nutzen Gesina

Shoppen Sie online bei uns!

Sie wissen bereits, welche Hilfsmittel Sie benötigen? Beziehen Sie sie am einfachsten zentral von uns als größtem ambulanten Gesundheitsversorger Deutschlands – bequem von Zuhause aus, 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche.

Inkontinenz - Welche Formen gibt es?

Die Harninkontinenz

Bei den verschiedenen Formen der Harninkontinenz wird die Belastungsinkontinenz durch Veränderungen der anatomischen Lage von Blase, Harnröhre und Beckenbodenmuskulatur hervorgerufen. Der abdominelle Druck wird auf die Harnblase übertragen und der Beckenboden spannt sich an. Wenn der Verschlussdruck der Harnröhre dann geringer ist als der Blaseninnendruck kommt es zum Urinverlust. Eine Schädigung des Beckenbodens kann beispielsweise die Ursache einer Schwangerschaft oder Geburt sein, oder auch durch Östrogenmangel und Adipositas hervorgerufen werden.

Die Mischinkontinenz ist eine Kombination aus einem geschwächten Beckenboden und einem überaktiven Blasenmuskel und kann somit eine Belastungs- und Drankinkontinenz bedeuten.

Bei Dranginkontinenz führt ein überaktiver Blasenmuskel zu unkontrolliertem Harnverlust, der mit einem plötzlich auftretenden, und nicht zu unterdrückenden Drang einhergeht. Organische Ursachen können Nervenschäden, neurologische Erkrankungen, Harnwegsinfekte oder auch Tumore sein.

Die Mischinkontinenz ist eine Kombination aus einem geschwächten Beckenboden und einem überaktiven Blasenmuskel und kann somit eine Belastungs- und Drankinkontinenz bedeuten.

Überlaufinkontinenz bedeutet hingegen ein unkontrollierter Urinverlust mit Gefahr von Restharnbildung. Hier können verschiedene Ursachen wie eine Prostatavergrößerung, Nervenschädigungen oder ein Tumor auftreten.

Ursache für die Reflexinkontinenz ist eine gestörte Übertragung der Nervenimpulse aus dem Gehirn oder Rückenmark zur Muskulatur der Harnblase. Häufig wird diese Störung ausgelöst durch eine Querschnittslähmung. Dies hat zur Folge, dass die Blasenmuskulatur ungehemmt kontrahiert, was zu Harnabgang führt. Je nach Lokalisation der Störung werden zwei Formen der Reflexinkontinenz unterschieden:

  • spinale Reflexinkontinenz: Verletzung der Nervenbahnen liegt auf Höhe des Rückenmarks, so dass keine Verbindung zwischen Rückenmark und Gehirn besteht. Dies hat zur Folge, dass sich die Harnblase zwar auf Grund von Reflexen entleert, die betroffene Person jedoch keinen Harndrang empfindet und es zu unkontrolliertem Wasserlassen kommt.
  • supraspinale Reflexinkontinenz: Hier liegt die Ursache in einer Leistungsstörung des Gehirms, weshaln nicht mehr kontrolliert Urin gelassen werden kann – es kommt zusätzlich zu weiteren neurologischen Ausfällen.

Hier ist die Ursache der Inkontinenz in der Bildung von “falschen” Ausgängen zu finden. Das bedeutet, dass der Urin in naheliegende Organe umgeleitet wird und hierüber ausgeschieden wird (z.B. Scheide oder After). Dies kann aufgrund eines Geburtsfehlers bereits der Fall sein oder auch später durch die Bildung von Urinfisteln (neue Verbindungskanäle) enstehen.

Die Stuhlinkontinenz

Schädigungen des Schließmuskels oder der Analhaut (z.B. nach Mehrlingsgeburten oder bestimmten Krebsoperationen)

Zum Beispiel nach Mehrlingsgeburten oder bestimmten Krebsoperationen

Zum Beispiel bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Zum Beispiel Multiple Sklerose oder bei Verletzungen des Rückenmarks

Verstopfung / Bewegungsstörungen des Darms oder Hämorrhoiden können eine Ursache sein – auch hier spielt die Adipositas eine Rolle.

Mit zunehmendem Alter nehmen Muskelmasse und Spannung des Schließmuskels ab.

Ebenso existieren einige Medikamente wie Abführmittel oder Antidepressiva, welche die Stuhlinkontinenz fördern.

Inkontinenz - Welche Hilfsmittel gibt es?

Inkontinenzversorgung - wir sind für Sie da

Inkontinenz ist ein weit verbreitetes Volksleiden und bedarf eines besonders sensiblen Umgangs in der Versorgung. Nicht nur die Hilfsmittel an sich, auch die Beratung am Kunden ist hier von großer Bedeutung. Sowohl bei Harn- als auch Stuhlinkontinenz kann die GHD GesundHeits GmbH Deutschland weiterhelfen.

Das zur Verfügung stehende Produktportfolio ist breit gefächert und reicht von der aufsaugenden (Windeln, Binden, etc.) bis zur ableitenden Kontinenzversorgung (Katheter).

Inkontinenz

Beratung und Schulung

  • Begleitung des Anleitungsprozesses zur selbständigen Versorgung beispielsweise bei analer Irrigation und Katheterismus
  • Schulung und Anleitung im Umgang mit den individuell benötigten Produkten unter Einbeziehung von Angehörigen und ambulanter Pflege
  • Beratung bezüglich Alternativmöglichkeiten
  • Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen

Versorgung und Qualitätssicherung

  • Angebot, Option und Bereitstellung von Alternativprodukten bei Handlings-Schwierigkeiten
  • Unterstützung bei Kostenklärung

Viel Trinken für eine gute Gesundheit

Am Tag sollte jeder erwachsene Mensch durchschnittlich 1,5 bis 2 Liter Urin ausscheiden, um seine Nieren und Blase gesund zu halten.
Um dies zu kontrollieren, ist es hilfreich, darüber Protokoll zu führen. Durch dieses Miktionsprotokoll können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt die Therapie auf Ihr Trinkverhalten abstimmen.

Behalten Sie den Überblick

Das Miktionsprotokoll finden Sie auch in unserer Gesina App im Gesundheitstagebuch.

Gesundheitstagebuch Stoma App

Unser Kontikurier für Sie

Kontikurier Titelblatt

Wir haben eine Zeitschrift entwickelt, die Patienten und Angehörige rund um das Thema Inkontinenz informieren soll.

Schauen Sie doch einfach mal rein:

Unser Expertenportrait

Frau Pamperin Urotherapeutin

Melanie Pamperin – Krankenschwester und Urotherapeutin

Der Verlust der Möglichkeit, seine Kontinenz zu beeinflussen, schränkt das Leben enorm ein.

Lebensqualität, soziale Kontakt und persönliche Freiheit leiden.

„Das muss so nicht sein. Durch den individuellen und richtigen Einsatz der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel, kann jeder Patient ein großes Stück Lebensqualität und Normalität zurückgewinnen. In diesen Dienst stelle ich meine Fachkompetenz“.

Frau Pamperin ist eine von unseren Inkontinenzspezialisten, die für Sie bundesweit tätig sind und betreut mit ihrem Fachwissen u.a. die Urotherapeutische Sprechstunde in Hamburg.

Inkontinenz-Sprechstunde - unser kostenfreier Service

Urotherapeutische Sprechstunde

Jeden Mittwoch von 11:00 – 15:00 Uhr,
Wichmannstraße 4, 22607 Hamburg
Anmeldung unter 0172 / 861 08 17

In Deutschland leiden mindestens 5 Millionen Erwachsene an einer Harn- und / oder Stuhlinkontinenz. Unser Ziel ist es, Lebensqualität zurückzugeben und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Daher haben wir für Sie die regelmäßig stattfindende und kostenfreie Kontinenzsprechstunde ins Leben gerufen.

Häufig gestellte Fragen

  • Allgemeines zu Inkontinenz
  • Versorgung duch die GHD GesundHeits GmbH Deutschland

Eine angemessene Ernährung für Menschen, die an Stuhlinkontinenz leiden, beinhaltet auch die Vermeidung von Lebensmitteln, die eine blähende oder verstopfende Wirkung haben. Mehr Ballaststoffe zu essen, auf anschwellende Lebensmittel und Kaffee zu verzichten und große Mengen an Nahrung bei Verstopfung zu trinken, kann helfen.

Vor allem das richtige Trinkverhalten ist entscheidend für eine ausgewogene Ernährung bei Harninkontinenz. Es ist wichtig, dass der Patient trotz Harninkontinenz ausreichend trinkt. Je nach Körpergewicht und Körpergröße sollten mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag konsumiert werden. Es gibt jedoch Getränke, die die Symptome der Inkontinenz bei Patienten fördern und daher nicht empfohlen werden. So haben beispielsweise Alkohol, Kaffee, einige Teesorten und Säfte eine harntreibende Wirkung. Meistens sind es Fruchtsäfte, zum Beispiel Grapefruitsaft, die eine übermäßige diuretische Wirkung haben, aber das gilt nicht für alle Säfte. Preiselbeersaft wird von vielen als angenehm und sanft zur Blase empfunden.

Eine angemessene Ernährung für Menschen mit Harninkontinenz beinhaltet die Vermeidung von Lebensmitteln, die eine aufblähende oder verstopfende Wirkung haben. Dadurch wird der Toilettengang durch starke Blähungen erschwert. Dies belastet zusätzlich den oft geschwächten Beckenboden, was wiederum den Blasenschließmuskel und seine Funktion beeinträchtigen kann. Die richtige Ernährung bei Harninkontinenz sollte daher ausgewogen und ballaststoffreich sein. Einige Lebensmittel können die Blase reizen und so auch Infektionen fördern - zu scharfe und heiße Lebensmittel sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden.

Urin oder Harn nennt man das „Abwasser“ des Körpers.

Ihr Körper bildet etwa 200 Liter sogenannten Primärharn am Tag. Nach der Konzentration in der Niere bleiben noch 1,5 l übrig, die Sie über die Harnwege ausscheiden. Der Urin besteht aus Wasser, Salzen und Resten von Eiweißen. Über den Urin werden beispielsweise Harnstoff und Harnsäure ausgeschieden. Der Harn ist eine Flüssigkeit, die der Körper aus dem Blut abfiltriert und in der Niere konzentriert, damit dem Körper nicht zu viel Flüssigkeit entzogen wird.

Im Normalfall hat der Urin eine klare, leicht gelbe Farbe. Farbveränderungen sind möglich. Ursächlich kann der Verzehr von Lebensmitteln oder Medikamenten sein. Verschiedene Erkrankungen können ebenfalls für die Verfärbung des Urins verantwortlich sein.

Um die richtige Behandlungsform und das passende Hilfsmittel zu finden, muss die Ursache der Inkontinenz herausgefunden werden.

Anamnese

In einem ausführlichen Gespräch erhebt der behandelnde Arzt die Anamnese. Wichtig sind hier medizinische Fakten und Informationen zu den Lebensumständen: Operationen, Grunderkrankungen und Medikamenten, Gewohnheiten wie Rauchen oder Alkoholkonsum, zu Trinkgewohnheiten und der Frequenz der Toilettengänge.

Weitere Diagnostik

Miktionsprotokoll

Hier wird über einige Wochen die Flüssigkeitsaufnahme sowie Häufigkeit und Menge der Miktion (Harnabgabe) protokolliert.

Ein Miktionsprotokoll können Sie hier erhalten: Miktionsprotokoll

Körperliche Untersuchungen und Reize

Bei einer körperlichen Untersuchung im Intimbereich kann festgestellt werden, ob sich Organe verlagert haben oder zum Beispiel eine Verletzung als Ursache der Inkontinenz infrage kommt. Für den Nachweis einer Belastungsinkontinenz wird oftmals eine Belastung simuliert, indem der Patient zum Beispiel husten soll.

Über Laborparameter lassen sich bei der Untersuchung des Urins Harnwegs- oder Blaseninfekte feststellen

Bildgebende Verfahren können eingesetzt werden, um zu untersuchen, ob die Blase sich ganz leert oder nach Leerung immer noch eine Restharnmenge vorhanden ist.

Als größtes ambulantes Gesundheits-, Therapie- und Dienstleistungsunternehmen Deutschlands versorgen wir Menschen mit Bedarf an Hilfs-, Reha- und Arzneimitteln mit einem national flächendeckenden Netzwerk aus Fachexperten und Kooperationspartnern. Mit unserer Expertise, unseren hochwertigen Produkten und unseren Dienstleistungen schaffen wir Vertrauen. Der Mensch und dessen Wohlergehen steht dabei stets im Mittelpunkt. Sie möchten unsere Leistungen besser kennenlernen? Dann klicken Sie hier.

Sie erhalten Ihre Produkte innerhalb von 48 Stunden frei Haus geliefert. Alle Produkte werden auf Wunsch in neutralen Kartons verschickt, wodurch die Diskretion zu jeder Zeit gewahrt wird.

Mit unserer jahrelangen Erfahrung mit allen Institutionen des Gesundheitswesens übernehmen wir die Kommunikation mit der Krankenkasse und kümmern uns um die Kostenklärungen. Ihre Rezepte werden von uns direkt mit Ihrer Krankenkasse abgerechnet. Sie müssen lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung leisten. Sollten Sie eine Zuzahlungsbefreiung von Ihrer Krankenkasse haben, legen Sie uns diese bitte zusammen mit Ihrem Rezept vor. Sie haben eine Frage bezüglich Ihrer Rezepte? Kontaktieren Sie uns - wir helfen Ihnen gerne weiter.

Wenn Sie bisher noch nicht durch uns versorgt wurden, nutzen Sie gerne eine unserer Kontaktmöglichkeiten. Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen dabei, ein geeignetes Produkt auszuwählen.

Wenn Sie bereits durch uns versorgt werden und ein Folgerezept einreichen möchten, senden Sie dieses gerne vorab an: kundenservice@gesundheitsgmbh.de oder geben es Ihrem gewohnten Ansprechpartner. Den Rückumschlag für das Originalrezept senden wir Ihnen dann mit der Produktlieferung zu.

Sollten Sie bereits einen persönlichen Ansprechpartner haben, können Sie Ihren Rückumschlag über diesen erhalten.
Ansonsten senden wir Ihnen den Rückumschlag für Ihr Originalrezept mit der Produktlieferung zu. Nutzen Sie für die Bestellung ganz einfach eine unserer Kontaktmöglichkeiten.

Die GHD-Unternehmensgruppe ist ein innovativer Hilfs-, Reha- und Arzneimittelversorger mit kundenbezogenen Zusatzleistungen; wir sind kein Pflegedienst. Um die ganzheitliche Versorgung von Patienten sicherzustellen, kooperieren wir sowohl mit stationären als auch ambulanten Pflegeeinrichtungen. Sie sind auf der Suche nach einem Pflegedienst? Ihr persönlicher Ansprechpartner der GHD GesundHeits GmbH Deutschland hilft Ihnen gerne weiter. Sie haben noch keinen persönlichen Ansprechpartner? Dann kontaktieren Sie uns.

Wir arbeiten sowohl mit regionalen als auch mit überregionalen Selbsthilfegruppen zusammen. Sprechen Sie gerne Ihren persönlichen Ansprechpartner an, er kann für Sie einen Kontakt zu den Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe herstellen. Sie haben noch keinen persönlichen Ansprechpartner? Dann nutzen Sie eine unserer Kontaktmöglichkeiten.

In der Regel können Sie frei entscheiden, welchen Anbieter Sie beauftragen möchten. In einigen Fällen jedoch besteht ein Vertrag zwischen Ihrer Krankenkasse und einem Leistungserbringer. Ihre Versicherung kann Ihnen darüber Auskunft geben, welche Anbieter für Sie zur Auswahl stehen.

Treten Sie gerne mit uns in Kontakt indem Sie uns entweder anrufen, uns eine Nachricht schreiben oder uns um einen Rückruf bitten. Wir helfen Ihnen gerne beim Wechsel Ihres Anbieters weiter. Die unterschiedlichen Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.

Sprechen Sie gerne Ihren festen Ansprechpartner an. Er wird Ihnen beratend zur Seite stehen und mit Ihnen gemeinsam die beste Lösung finden. Sie haben noch keinen festen Ansprechpartner? Nutzen Sie eine unserer Kontaktmöglichkeiten. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Entlassung aus dem Krankenhaus – Wie geht es weiter?

Wir helfen Ihnen, sich optimal auf die Zeit nach dem Krankenhaus vorzubereiten.

Kontakt

Sie möchten von uns versorgt werden oder haben noch offene Fragen?
Kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.