Zäpfchen richtig nutzen

Dass ein Zäpfchen rektal eingeführt wird, wissen wahrscheinlich alle. Obwohl die Anwendung einfach erscheint, gibt es einige Dinge, die man falsch machen kann.

Zäpfchen oder Suppositorien sind ein Arzneimittel, haben meist eine längliche, leicht konische Form und werden in den Anus eingeführt. Der Wirkstoff des Zäpfchens wird über den letzten Teil des Darms, den Mastdarm, aufgenommen. Eine der häufigsten Anwendungen erfährt das Zäpfchen als Abführmittel. Da es im Gegensatz zu Tabletten nicht geschluckt werden muss, eignet es sich besonders für die Anwendung bei Säuglingen und Kindern sowie bei Patientinnen und Patienten mit starkem Erbrechen.

Fünf Schritte zu richtigen Anwendung

  1. Da ein Zäpfchen den Defäkationsreflex auslösen kann, sollte der Darm leer sein. Ein Gang zur Toilette ist also ratsam.
  2. Bevor das Zäpfchen eingeführt werden kann, sollte man sich aus hygienischen Gründen erst die Hände mit Seife waschen und erst dann Fingerling oder Einweghandschuh überstreifen.
  3. Das Zäpfchen aus der Packung nehmen – dabei sollte man darauf achten, es nicht aus der Verpackung zu drücken.
  4. Das Zäpfchen einführen: Man sollte sich auf den Rücken legen, die Beine anziehen und es mit dem spitzen Ende in den Mastdarm einführen. Als Faustregel gilt: Das Zäpfchen sollte tief sitzen, aber noch tastbar sein.
  5. Im letzten Schritt sollten Handschuhe oder Fingerling entsorgt und die Hände gründlich gewaschen werden.
Zäpfchen 2