Wie erkennt man qualifizierte TCM-Therapeuten?

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) erfährt in den westlichen Ländern zurzeit einen immensen Aufschwung.

Mittlerweile gibt es schon über 50.000 TCM-Therapeuten allein in Deutschland. Das liegt daran, dass TCM hier kein geschützter Begriff ist, was zur Folge hat, dass sich prinzipiell jeder als Therapeut der traditionellen chinesischen Medizin bezeichnen kann, obwohl er gerade mal eine oberflächliche Ausbildung absolviert hat. Bei einer so großen Auswahl einen qualifizierten Therapeuten zu finden, ist somit nicht ganz einfach.

Ein Indikator, ob es sich dennoch um einen guten TCM-Therapeuten handelt, ist seine Spezialisierung: Ein Therapeut sollte ausschließlich Behandlungen nach der TCM anbieten. Befinden sich auf seinem Praxisschild auch zum Beispiel Therapien der Homöopathie oder Osteopathie, können diese kaum tiefgründig erlernt worden sein. Des Weiteren würde die Gefahr bestehen, dass verschiedene Ansätze durcheinandergewürfelt werden.

Ein qualifizierter Therapeut wendet die traditionelle Diagnostik in Form eines ausführlichen Gesprächs, Puls- und Zungendiagnostik sowie betrachten, riechen und tasten an.

Er beherrscht bestenfalls alle fünf Säulen der Behandlungsverfahren (Akupunktur/Moxibustion, Arzneimitteltherapie, Bewegungstherapie, Tuina, Ernährungstherapie), mindestens jedoch drei und erklärt dem Patienten nach der Diagnosestellung welche Therapie weshalb gewählt wird. Er sollte auch in der Lage sein, Alternativen vorzuschlagen, die beispielsweise kostengünstiger sind. Beharrt er (ohne nachvollziehbare Begründung) auf einer Methode, sollte über einen Therapeutenwechsel nachgedacht werden.
Zuletzt sollte er eine Prognose über den Behandlungsverlauf mit möglichen Nebenwirkungen geben, damit die Therapie für den Patienten so transparent wie möglich gestaltet wird.
Im Endeffekt gilt aber die Devise: Egal, wie qualifiziert ein Therapeut sein soll, wenn man sich nicht gut bei ihm aufgehoben fühlt, sollte man ihn wechseln.

TCM Therapeutin