Nährstoffmangel im Alter

Das Altern verändert den Körper des Menschen und seine Bedürfnisse. Während beispielsweise Gewichtsverlust bei Senioren als normal wahrgenommen wird, kann dieser auch Hinweis auf eine Mangelernährung sein. Im hohen Alter baut der Mensch körperlich und geistig ab. Zusätzlich steigt der Fettanteil und der Anteil an Muskelmasse nimmt ab. Es kommt darüber hinaus zur Abnahme des Durstempfindens sowie zur Einschränkung der Riech- und Schmeckfähigkeit. Auch der Darm ist von diesen Entwicklungen betroffen und immer weniger in der Lage, Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Verschiedene Medikamente können die Arbeit des Darms weiter einschränken. Aus diesen Gründen haben Senioren ein höheres Risiko Nährstoffmängel auszubilden.

Insbesondere Vitamine des B-Komplexes sowie Vitamin D fehlen. Davon sind in Deutschland nach Schätzung des medizinischen Dienstes der Krankenkassen ca. 1,5 Millionen Menschen über 60 betroffen.

Nährstoffmangel im Alter

So beugen Sie einem Nährstoffmangel vor!

Nährstoffmängel machen sich meist gar nicht, und wenn, über allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder ein höheres Infektionsrisiko bemerkbar. Die Kombination aus etwa Müdigkeit und depressiven Verstimmungen kann auf einen Vitamin-D-Mangel hinweisen. Gereiztheit und Konzentrationsschwäche hingegen kann durch einen Mangel an Folsäure bedingt werden.

Auch wenn Sie den Verdacht hegen, eine Mangelernährung auszubilden, ist es nicht ratsam, sofort zu Nahrungsergänzungsmitteln zugreifen. Diese können bei falscher Anwendung mehr schaden als nutzen. Besser ist es, die Beschwerden einem/einer Ärzt*in zu schildern und eine mögliche Therapie abzusprechen.