Ich bin seit ein paar Tagen zurück von der Weltmeisterschaft und schwebe immer noch auf Wolke 7.

 

Ich hatte Euch ja berichtet, dass das letzte Trainingslager in Kienbaum schon überraschende Zeiten hervorgebracht hatte. Deswegen bin ich mit Zuversicht nach Szeged in Ungarn gereist, wollte jedoch mir selbst nicht zu großen Druck machen. Es ging zwar um die Plätze für Tokyo 2020, doch ich wusste, dass ich nächstes Jahr noch eine Chance habe, mich zu qualifizieren. Und ich bin ja erst seit gut fünf Monaten wieder im Training und da kommt so eine Weltmeisterschaft eigentlich viel zu früh. Dann drehte zum Start auch noch der Wind, dieses unberechenbare Ding. Hatten wir im Vorlauf noch Rückenwind, der für mich eher günstig ist und auf dessen Unterstützung ich gehofft hatte, kam er nun von vorne seitlich. Doch ich habe einen unglaublich guten Start erwischt. Und nach den ersten Metern war mir klar, dass das wirklich was werden kann mit Tokyo… und jetzt? Ich bin als Zweite über die Linie gefahren. Vize-Weltmeisterin!!! Und: Quali für Tokyo 2020! Noch immer kann ich es kaum fassen und bin einfach nur glücklich. Mein Sohn Liam war die ganze Woche an meiner Seite und hat gemeinsam mit meinem Lebensgefährten direkt nach dem Rennen mein Glück geteilt. Was für ein Gefühl!!!

Viele Grüße,

eure Edina