Barmer GEK: Organspenden sind auch für chronisch Kranke möglich

Auch chronisch kranke Menschen können Organe spenden. Darauf weist die Barmer GEK mit Blick auf den Tag der Organspende am 2. Juni hin. ‘Diabetes mellitus zum Beispiel ist kein Grund, eine Organspende von vornherein auszuschließen’, betont Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin der Barmer GEK.

Prinzipiell könnten alle Menschen Organe spenden, die nicht an einer Infektion mit dem HI-Virus oder einer akuten Krebserkrankung leiden. ‘Bei allen potenziellen Spendern wird der Zustand von Organen gründlich geprüft. Das gilt auch bei Diabetikern oder Menschen, die jahrelang an Bluthochdruck gelitten hatten’, so Marschall.

Gerade Diabetiker könnten zudem selbst von den Fortschritten der modernen Transplantationsmedizin profitieren. ‘Heute ist es zum Beispiel möglich, Patienten durch eine Transplantation der Bauspeicheldrüse oder auch nur bestimmter Zellen zu helfen, die Insulinproduktion im Körper wieder anzukurbeln.’ Öfter würden Niere und Bauchspeicheldrüse gemeinsam transplantiert, wenn die Nieren bereits versagt hätten. Allein 2011 gab es 19 Barmer GEK Versicherte, bei denen eine solche Kombination vorkam. Insgesamt erhielten im vergangenen Jahr 507 bei der Barmer GEK Versicherte ein oder mehrere Spenderorgane. Im Jahr zuvor waren es noch 536.

Wer sich für eine Organspende entscheidet, sollte dies möglichst mit einem Organspendeausweis dokumentieren, rät Marschall. Das würde vor allem Angehörige entlasten, die auch bei der künftig geplanten Entscheidungslösung einer Organspende zustimmen müssen, wenn der Spender selber keinen Ausweis ausgefüllt hat. Organspendeausweise gibt es zum Beispiel in jeder Barmer GEK Geschäftsstelle. Mehr Informationen zur Organspende unter www.barmer-gek.de/103426

Quelle: Presseabteilung der Barmer GEK