Chemie vs. Natur? – Das Potential von Heilpflanzen

Die meisten von uns kennen das: Man leidet an einer leichten Erkältung, möchte aber nicht gleich zu Antibiotika greifen. Glücklicherweise können bei vielen Beschwerden auch Heilpflanzen Abhilfe schaffen.

Viele Menschen verbinden Schulmedizin mit einer unnatürlichen, chemischen Form der Medizin. Eine Behandlung mit Pflanzen dagegen wirkt oft wie eine gesunde und natürliche Alternative. Vergessen wird dabei häufig, dass ein Großteil der in der Schulmedizin verwendeten Medikamente auf pflanzlichen Inhaltsstoffen beruht. So wurde beispielsweise im antiken Griechenland Weidenrinde zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde der schmerzlindernde Wirkstoff in Weidenrinde als Salcin identifiziert, zur Acetylsalicylsäure weiterentwickelt und heute als Aspirin verkauft.

Fünf bekannte Heilpflanzen

Eine der wohl meist verkauften Heilpflanzen ist das Johanniskraut. Mit ihm können leichte bis mittelschwere Depressionen behandelt werden. Allerdings gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. So kann es beispielsweise die Wirksamkeit von Verhütungsmitteln stark einschränken.

Salbei ist eine seit langer Zeit bekannte Heilpflanze. Sie hilft bei Entzündungen im Rachenbereich und gegen Halsschmerzen.

Pfefferminze kann bei Verdauungsbeschwerden helfen und Kopfschmerzen sowie Erkältungssymptome lindern. Allerdings sollte Pfefferminzöl nicht bei kleinen Kindern oder Menschen mit Asthma angewendet werden.

Die Blüten der Ringelblume werden häufig in Salben oder Cremes verarbeitet. Diese wirken antientzündlich und können die Wundheilung beschleunigen. Menschen mit empfindlicher Haut können mit Hautreizungen auf Ringelblumen reagieren.

Echter Lavendel kann sich mithilfe seiner Substanzen Linalool und Linalylacetat positiv auf den Schlaf und auf die Psyche auswirken.

bekannte-Heilpflanzen