Die vergrößerte Prostata

Haben Männer Probleme beim Wasserlassen, kann dies die Folge einer Prostatavergrößerung sein. Dabei muss es sich nicht um Krebs handeln. Die Beschwerde kann das Symptom unterschiedlicher Krankheiten oder des Alterns sein.

Die Vorsteherdrüse oder Prostata ist in etwa so groß wie eine Kastanie. Das Organ sitzt hinter der Blase. Unter anderem ist es für die Produktion eines Teils der Samenflüssigkeit zuständig. Ist es stark vergrößert, engt es aufgrund seiner Position im Körper die Harnröhre ein. Dies führt zu Einschränkungen beim Wasserlassen und Schmerzen.

Es gibt viele Gründe für die Veränderung des Organs. Tatsächlich kann sich das Volumen der Prostata schon bei Männern ab 35 ändern. Männer, die älter als 75 sind, haben nahezu alle eine vergrößerte Prostata. Aus medizinischer Sicht kann, aber muss dies nicht als krankhaft gewertet werden. Bis zu einem gewissen Grad ist eine solche Vergrößerung vergleichbar mit Nasen oder Ohren, die im Alter wachsen.

Wann aus gutartig bösartig wird

Probleme beim Wasserlassen sind die häufigste, gutartige Erkrankung bei Männern. Das Krankheitsbild umfasst dabei sowohl die Speicherung des Urins in der Blase, als auch Schwierigkeiten bei deren Entleerung.

Diese Störung kann Folge einer gutartigen oder bösartigen Vergrößerung sein. Bei letzterem handelt es sich in den meisten Fällen um ein Prostatakarzinom. Warnzeichen für den Tumor sind unter anderem Blut im Urin oder Samen, Potenzstörungen oder Schmerzen bei der Ejakulation. Um den Krebs dennoch frühzeitig zu erkennen, empfehlen Urolog*innen ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Bei diesen wird das Organ über den Anus abgetastet, die Krankengeschichte des Patienten erfragt und die äußeren Genitalien untersucht.

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