Engagement für die Organspende

Vier Krankenhäuser aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden heute für ihr Engagement für die Organspende ausgezeichnet. Die Klinik am Bürgerpark (Bremerhaven), das Altonaer Kinderkrankenhaus, die Medizinische Hochschule Hannover und das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift erhielten den Organspendepreis 2009. Außerdem wird in diesem Jahr das Westküstenklinikum Heide mit dem Sonderpreis für nachhaltiges Engagement ausgezeichnet. Der Preis wird verliehen von den beteiligten Gesundheitsministerien und Senatsverwaltungen, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und dem Fachbeirat der DSO-Region Nord. Der niedersächsische Sozialstaatssekretär Heiner Pott überreichte den Preis stellvertretend für alle Bundesländer im Rahmen einer Festveranstaltung an der Medizinischen Hochschule Hannover.

‘Jede einzelne Organspende ist wichtig. Unser Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, die sich für die Organspende stark gemacht und so den Menschen auf der Warteliste Hoffnung gegeben haben’, sagte Sozialstaatssekretär Heiner Pott bei der Preisverleihung. Für die Auszeichnung der Krankenhäuser wurden vom Fachbeirat der Region Kriterien zu Grunde gelegt wie z. B. die Benennung eines Transplantationsbeauftragten, gezielte Fortbildungen sowie krankenhausinterne Regelungen zur Umsetzung von Organspenden.

‘Letztendlich kommt es auf die Entscheidung jedes einzelnen an. Jeder sollte zu Lebzeiten eine persönliche Entscheidung zur Organspende treffen und diese in einem Organspendeausweis dokumentieren’, erklärte PD Dr. med. Lutz Renders, Vorsitzender des Fachbeirats der DSO in der Region Nord.
In Deutschland warten cirka 12.000 Patienten auf ein neues Organ. Im Jahr 2009 konnten 4.709 Transplantationen inklusive Lebendspenden durchgeführt werden. Jedes Jahr sterben etwa 1.000 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein neues Organ für sie zur Verfügung stand.

‘Die Organspende lebt von der altruistischen Überzeugung Schwerkranken helfen zu wollen, von der Kraft eine lebensrettende Entscheidung zu treffen und einem von Nächstenliebe geprägten Engagement von Ärzten und Pflegekräften, das im täglichen, persönlichen Handeln seinen Ausdruck findet’, so PD Dr. med. Nils Frühauf, Geschäftsführender Arzt der DSO in der Region Nord.

Die DSO ist seit Juli 2000 die bundesweite Koordinierungsstelle für Organspende. In der Akutsituation Organspende begleitet sie alle Abläufe: Von der qualifizierten Feststellung des Hirntods über das Gespräch mit den Angehörigen bis hin zum Organtransport. Daneben unterstützt sie die Krankenhäuser durch entsprechende Fortbildungen. In der DSO-Region Nord werden insgesamt 200 Krankenhäuser betreut. Der Fachbeirat ist ein beratendes Gremium mit Vertretern aus den Krankenhäusern bzw. Krankenhausgesellschaften, Transplantationszentren, Ärztekammern, Krankenkassen und Länderregierungen.

Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)