Erstattungsfähigkeit enteraler Ernährungstherapien

Ein neuer BVMed-Informationsflyer mit dem Titel „Enterale Ernährungstherapie“ gibt einen kompakten Überblick über die Voraussetzungen für die Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Trink- und Sondennahrungen. Dies ist im Kapitel I der Arzneimittel-Richtlinie (AMR) geregelt, die seit 1. April 2009 in neu überarbeiteter Form gilt. Der BVMed informiert mit dem Infoflyer, in welchen medizinisch notwendigen Fällen Ärzte Standard- und Spezialnahrungen zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnen können. Ergänzend werden die Rechtsgrundlagen zur Erstattungsfähigkeit der zusätzlich benötigten Hilfs- und Verbandmittel dargestellt und die vom Patienten zu leistenden Zuzahlungen erläutert. Der Infoflyer kann im Internet unter www.bvmed.de (Publikationen – Infokarten) abgerufen werden.

Rechtliche Grundlage für die Erstattung von Ernährungstherapeutika ist § 31 Abs. 5 SGB V in Verbindung mit der Arzneimittel-Richtlinie Kapitel I §§ 18 ff. Medizinisch notwendige Fälle liegen demnach vor „bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur ausreichenden normalen Ernährung, wenn eine Modifizierung der normalen Ernährung und/oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen“.

Erstattungsfähige Produkte sind Standardprodukte, die bei der überwiegenden Zahl der Indikationen als norm- oder hochkalorische Trink- und Sondennahrung einsetzbar sind. Verordnungsfähig sind aber auch Spezialprodukte, die krankheitsadaptiert für bestimmte Indikationen einsetzbar sind, wenn sie im § 23 der neuen AMR gelistet sind. Dies gilt beispielsweise für Produkte mit Anpassung für Niereninsuffiziente oder altersadaptierte Produkte für Säuglinge und Kleinkinder.

Mehr Informationen zum Thema gibt es www.bvmed.de (Themen – Künstliche Ernährung).

Quelle: BVMed e.V., Berlin – Portal für Medizintechnik