Füße, die besondere Beachtung brauchen

Die Sprechstunde für diabetische Füße Diabetologin Dr. Cristine Pietsch und Marcel Belling, Fachbereichsleiter Orthopädieschuhtechnik bei der GHD, berichten über das gemeinsame Projekt der Sprechstunde für diabetische Füße. Die Studie des Recherche-Instituts FactField GmbH im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus zeichnete auch in diesem Jahr die erfahrensten Spezialisten mit überdurchschnittlichen Bewertungen in Therapie und Diagnostik ihres Fachgebiets aus. In diesem Jahr konnte Frau Dr. Cristine Pietsch vom Krankenhaus Märkisch Oderland überzeugen und wurde zur TOP-Medizinerin ausgezeichnet.

Aus einem Pool von 30.000 Ärztinnen und Ärzten wurden anhand verschiedener Bewertungskriterien in einem aufwendigen Auswahlverfahren die TOP-Mediziner ausgewählt. „Darauf bin ich schon stolz“, erzählt Frau Dr. Pietsch, „dazu muss ich allerdings sagen, dass es hauptsächlich auf die gute Teamarbeit ankommt. Umso schöner ist es zu sehen, dass die harte Arbeit Früchte trägt“. Dabei gibt es viele Aspekte, mit denen sich Dr. Pietsch und ihr Team um den Preis verdient gemacht haben. Zunächst sei hierbei zu nennen, dass neben der Erlangung aller in Deutschland erwerbbaren Zertifizierungen primär die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Hausärzten auf der Agenda steht: „Eine Verbesserung in diesem Bereich ist hauptsächlich für die Patienten von Vorteil“, so die TOP-Medizinerin.

Kein Erfolg ohne das richtige Team

Mehr als sieben Millionen Diabetikerinnen und Diabetiker gibt es mittlerweile in Deutschland. Und die Zahlen steigen stetig: „Wir haben weit über 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Vielen Menschen scheint das noch nicht bewusst zu sein“, erklärt Dr. Pietsch. Die gelernte Chirurgin erkannte das Potenzial im Fachgebiet der Diabetologie: „Ich wollte ein eigenes Fachgebiet bedienen und habe mich innerhalb der inneren Medizin neu orientiert“. Dieser Plan ging auf, die Anzahl der Patientinnen und Patienten stieg schnell und so erwarb die Ärztin zeitnah eine Zertifizierung als Diabetes Typ 1 und 2-Zentrum: „Ich denke, dass die Kombination aus meinen Fachrichtungen der Chirurgie und der Diabetologie hier besonders gut ankommt“, so die Strausbergerin, „abgesehen davon sind wir einfach ein hervorragendes Team. Es läuft hervorragend.“

Ohne das richtige Team kommt auch keine perfekte Versorgung zustande. „Bei diabetischen Füßen kommt es einerseits auf die Früherkennung von schwerwiegenden Wunden und deren Behandlung an und andererseits auf die Entlastung durch die Schuhversorgung“, so die Diabetologin. Und hier kommt die GHD GesundHeits GmbH Deutschland ins Spiel. Seit Jahren arbeiten Frau Dr. Pietsch und die GHD zusammen und führen wöchentlich gemeinsam mit der Orthopädieschuhtechnik eine interdisziplinäre Sprechstunde durch. Dr. Pietsch ist sich sicher: „Die Fachkompetenz von Herrn Belling und Frau Rinkleben führt zum Erfolg“. Orthopädieschuhtechnikermeister und die Orthopädietechnikermeisterin der GHD stehen der Ärztin bei der Sprechstunde zur Seite – und das weiß sie sehr zu schätzen: „Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit. Obwohl sich die Zahlen der Patienten verdoppeln, wenn nicht sogar verdreifachen, kann ich mich immer auf die zügige und sehr qualitätsorientierte Versorgung verlassen“.

Der Erfolg spricht für sich. Patientinnen und Patienten reisen zum Teil von der Ostsee aus an und investieren selbst viel Zeit und Geld in die perfekte Behandlung. „Da muss sich das Ganze schon lohnen“, sagte die Diabetologin und lachte. Stetig steigende Patientenzahlen sowie eine sehr niedrige Amputationsrate sprechen für sich.

Es geht familiär zu

Auch Marcel Belling, Fachbereichsleiter Orthopädieschuhtechnik in der GHD GesundHeits GmbH Deutschland, weiß die Zusammenarbeit sehr zu schätzen und erinnert sich noch genau daran, wie alles begann: „Damals wurde mir gesagt, dass es eine Oberärztin gibt, die den Bereich Diabetes aufbauen möchte. Am Tag des Kennenlernens kam es dann gleich zu einer Patientenversorgung. Sie teilte mir nur kurz mit, was sie von mir erwarten würde und was soll ich sagen: Das war wohl gut, was ich damals gemacht habe“, so der 40-jährige. Gemeinsam mit Solveig Rinkleben unterstützt er Frau Dr. Pietsch dabei, die Sprechstunde unter die Leute zur bringen. „Wir sind in vielen Einrichtungen und in den Häuslichkeiten unterwegs“, erzählt Belling.

Durch unsere kombinierte Fachkompetenz aus Orthopädietechnik und Orthopädieschuhtechnik ist gemeinsam mit Frau Dr. Pietsch eine umfassende Betrachtung des jeweiligen Patienten und somit eine optimale Versorgung möglich. Ein ähnliches Konzept kennt man aus den Tumorkonferenzen an Brustzentren, in denen verschiedene Fachdisziplinen gemeinsam über die beste Therapie für den Patienten beraten. „Infolgedessen entwickelte sich auch bei uns eine sehr homogene Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen“, so Belling. „Der Klinikstandort so nah am Sanitätsfachgeschäft ist für uns ein großer Vorteil. Dort arbeiten Sabrina Leuthäuser, Doreen Henke und Nadine Linke und unterstützen unsere Arbeit täglich vor Ort. Kleinere Änderungen erledigt Christina Strauß vor Ort in der orthopädischen Werkstatt und sorgt dafür, dass der Patient nicht länger als nötig warten muss.“

Im hektischen Arbeitsumfeld geht es inzwischen familiär zu, ein „9 to 5-Job“ sei das aber in jedem Fall nicht. „Man spürt den Druck, da die Klinik natürlich Schnelligkeit voraussetzt“, sagt der Orthopädieschuhtechnikermeister. „Alle Beteiligten sind sich einig: mit der diabetischen Fußsprechstunde im Krankenhaus Märkisch Oderland entstand eine Zusammenarbeit, die sehr ausgewogen ist und von der insbesondere der Patient profitiert – durch ‚jahrelange harte Arbeit‘”, so Pietsch und Belling.