Positives Feedback zum 11. GHD Symposium Ernährungsmanagement in der Onkologie

(Nürnberg) 11. GHD Symposium zum Thema Ernährungsmanagement in der Onkologie hat über 80 Teilnehmer in das Kongress Center am Flughafen gelockt.

 

Im Schwerpunkt waren Pflege- und Ernährungsfachkräfte aus Kliniken, Praxen und Pflegediensten anwesend und vier Ärzte waren gekommen. Professor Dr. Ulrich Kampa und Frauke Schlimbach führten durch das abwechslungsreiche Programm, welches als sehr gut bewertet wurde.

Besonders Frau Nicole Erickson Koordinatorin der Onkologischen Ernährungsberatung an der LMU Uniklinik am Standort Großhadern und Herr Priv.-Doz. Dr. Sportwiss. Freerk Baumann aus der Uniklinik Köln haben die Teilnehmer sehr begeistert.

Frau Erickson  hat Ihr Thema „Ernährung während der onkologischen Therapie – was ist für den Patienten wichtig?“ sehr anschaulich und engagiert den Teilnehmern vermittelt. Zum Beispiel hat Sie uns aufgeklärt, das nur in Deutschland  bzw. in Europa der Mythos besteht, das der Genuss von Schokolade zu Verstopfungen führt. Dieser Mythos begründet sich durch eine alte Studie in der man die Wahrnehmung von verstopfenden Lebensmitteln untersucht hat. Einige randomisierte, doppelblinde, kontrollierte Studien (an Kindern) zu dieser These ergaben sogar, dass Kakaoschalen die Kolontransitzeit im Gegenteil erhöhten. Besonders für onkologische Patienten die durch Opiateinnahmen an Obstipation und eventuell an Mangelernährung leiden ist dies ein wichtiger Hinweis um den Genuss von Schokolade zur Gewichtszunahme zu fördern. Somit ist aber auch die Empfehlung  das Schokolade gegen Durchfall hilft kontraproduktiv.

Herr Baumann widmete sich einem ganz anderem Thema:  „Körperliche Aktivität in der Krebstherapie, die natürlich mit einer Ernährungsberatung/-Therapie kombiniert werden sollte.“

Er stellte, durch zahlreiche Studien und Publikationen bestätigte, Bewegungstherapien bei verschiedenen onkologischen Erkrankungen vor. Es gibt nicht eine Therapie für alle, sondern je nach Tumor Art und persönlichem Status erhalten die Patienten individuelle Therapiepläne.

Er startete mit dem Mythos, der aber immer noch in den Köpfen verankert ist: „Krebspatienten sollten sich wenig bewegen und nicht hüpfen damit sich Tumorzellen nicht im Körper verteilen!“

Dieser Mythos hielt sich auch in den Kur- bzw. Rehakliniken noch bis in die 2000 er Jahre hinein. Dies ändert sich nun in das andere Extrem, aber nicht immer sind die Therapieformen die richtigen. Er bildet in Köln spezielle OTT (Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie) Therapeuten aus. Diese erhalten eine einwöchige Fortbildung und alle zwei Jahre eine Rezertifizierung, um dann Patienten während einer onkologischen Therapie professionell und nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen betreuen zu können. Das Ziel für die Zukunft ist, dass diese Bewegungstherapien auch von Krankenkassen übernommen werden. Die AOK Rheinland Hamburg ist hier schon großzügig und übernimmt die Kosten. Eine bundesweite Übersichtkarte, wo die lizensierten OTT-Therapeuten ansässig sind, finden Sie hier:

https://www.cio-koeln-bonn.de/leben-mit-krebs/bewegung/therapeutensuche/

Weitere Themen wie die Vorstellung des global eingeführten PG-SGA Screenings zur Identifikation von Mangelernährung bei chronischen Erkrankungen, die Vorstellung der supportiven Therapien wie enterale und parenterale Ernährung und deren Grenzen bei akuter Mangelernährung, sowie Ernährungssupport im palliativen Setting rundeten den Tag ab.

In den Pausen besuchten alle Teilnehmer gerne unsere kleine aber feine Industrieausstellung ( GHD, Nestlé, Tauropharm, smiths medical) und die großen GHD-Taschen wurden mit viel Infomaterial und Produktmustern gefüllt.

Ich möchte mich bei allen Marketing- und GHD Vertriebskollegen für Ihre Hilfe und Unterstützung bedanken und hoffe das unsere Kunden sich wohlgefühlt haben und viel neues Wissen in Ihr Arbeitsleben mit nehmen konnten!

Alle Präsentation und weitere Unterlagen sind ab sofort hier:

Kampa_Tumor Einleitung

Erickson_Was ist wichtig für den Patienten

Contzen_PG-SGA

PG-SGA-German-11-18

Reudelsterz_supportive Ernährungstherapien

Rolker_Ernährung im palliativen Setting