Qualität in der Gesundheitsversorgung – Tagung mit Experten aus Wissenschaft und Gesundheitswesen am 16. November in Hamburg

Wie kann Digitalisierung die Versorgungsqualität verbessern? Welche Rolle spielt der Patient? Wie nutzt Versorgungsforschung der Praxis? Das sind einige der Fragen, die rund 250 Wissenschaftler und Experten aus dem Gesundheitswesen am 16. November in Hamburg diskutieren. Das Symposium in der Unternehmenszentrale der Techniker Krankenkasse (TK) wird vom Wissenschaftlichen Institut der TK für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) ausgerichtet. Die Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr an der Bramfelder Straße 140.

Das WINEG setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 2006 dafür ein, Ergebnissen der Versorgungsforschung einen Weg in die Praxis zu bereiten und für Klinikalltag und ambulante Versorgung nutzbar zu machen. Das Symposium lässt daher anlässlich des zehnjährigen Bestehens des WINEG sowohl Versorgungsforscher als auch Praktiker zu Wort kommen. Wie Erkenntnisse der Versorgungsforschung beim Patienten ankommen und die Behandlung verbessern, erläutert Professor Dr. Ferdinand M. Gerlach von der Universität Frankfurt in der Keynote. Der Allgemeinmediziner ist seit 2012 Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.

Für die Qualität der Behandlung spielt auch der Patient selbst eine große Rolle. Er muss wissen, was mit ihm gemacht wird und worauf er während seiner Behandlung achten muss. Daher ist es wichtig, den Patienten zu informieren und in die Lage zu versetzen, zur Behandlungsqualität seinen Teil beizutragen. Über die ‘ungenutzte Ressource’ der Gesundheitsbildung diskutieren Professor Dr. Marie-Luise Dierks von der Medizinischen Hochschule Hannover und Joachim Prölß, Direktor für Patienten- und Pflegemanagement der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE).

Über hochwertige Konzepte für Patienten mit mehreren Krankheiten geht es im Gespräch mit Professor Dr. Dipl.-Soz. Joachim Szecsenyi vom Universitätsklinikum Heidelberg und Dr. Ulrich Wandschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrates der MEDICLIN AG: Wie lassen sich solche Konzepte entwickeln, im Praxisalltag überprüfen und bundesweit ausrollen?

Versorgungsforscher werten seit jeher große Datenmengen aus, beispielsweise die Routinedaten der Krankenkassen. Die Menge der Daten wächst kontinuierlich, denn immer mehr Abläufe in Kliniken und Arztpraxen werden digitalisiert. Auch der Markt der Gesundheits-Apps expandiert. Es wird möglich, die Sektorengrenzen des Gesundheitssystems zu überwinden und Daten miteinander zu verknüpfen, die bislang nicht aufeinander bezogen waren. Einschätzungen zu Chancen und Grenzen von ‘Big Data’ liefern Dr. Stefan Rüping vom Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (St. Augustin) und Dr. Peter Langkafel, Geschäftsführer der HCB Healthcubator GmbH.

Das komplette Programm und weitere Informationen zum Symposium ‘Herausforderung Qualität – Der Beitrag der Versorgungsforschung’ gibt es im Internet unter www.tk.de (Webcode 925308).

Quelle: Techniker Krankenkasse