Sind grüne und rote Smoothies Stoma tauglich? Melli testet es!

Moin ihr Lieben,

in den letzten Tagen habe ich mich für euch mit dem Thema Smoothies auseinandergesetzt und zwei davon auch für euch getestet.

Für mich sind Smoothies nicht im alltäglichen Speiseplan enthalten und so war für mich alles neu.

Grüne Smoothies fand ich farblich wenig ansprechend, ich sollte da aber eine Überraschung erleben. Zunächst habe ich mir Gedanken über die unterschiedlichen Lebensmittel gemacht, die man für Smoothies verwenden kann. Bei den grünen Smoothies bin ich dann immer wieder auf die Zutaten wie Salate gestoßen und bei den roten auf Beeren. Beeren isst man ja öfter mal so oder in Torten und die Verträglichkeit kenne ich gut. Auf Beeren reagiere ich überhaupt nicht und von daher habe ich mich auf rotes Gemüse konzentriert und gefunden. Auch bei dem grünen Smoothie bin ich experimentierfreudig geworden und habe mich an Salat getraut. Salat in seiner normalen Form vertrage ich oft nicht so gut, er macht mir eher Bauchschmerzen und die Verdauung ist anstrengend. Im Beutel finde ich ihn immer wieder, so als wäre der Salat überhaupt nicht durch meinen Darm gegangen. Nur wie sieht es aus, wenn man Salat in den Smoothie macht, in pürierter Form? Als Hauptzutat im grünen Smoothie habe ich mich für Feldsalat entschieden und beim roten Smoothie für Rote Bete. Beide Rezepte findet ihr am Ende meines Berichtes.

Jetzt erst mal zu dem grünen Smoothie:

Er besteht aus Feldsalat, grünen Weintrauben, Birne, Banane, Limette und Wasser. Ich habe ihn also, wie im Rezept beschrieben, zubereitet und war schon alleine von seiner Farbe fasziniert und musste mich aber auch überwinden ihn zu trinken. Nach dem ersten vorsichtigen Schluck fand ich diesen Smoothie ausgesprochen lecker. Ein sehr sättigendes Getränk und das auf lange Sicht. Ich war ausnahmsweise länger satt als sonst. Durchfall, Blähungen oder ähnliches blieben aus, ganz im Gegenteil: er hat sogar eine angenehm stopfende Wirkung. Gerade beim Ileostoma kann die Nahrung schnell wieder aus dem Körper im Beutel landen und man nimmt weniger Stoffe aus der Nahrung auf, hier hat es eindeutig länger gedauert. Ein Glas hat hier eine Mahlzeit ersetzt, was mich erfreut hat. So kann ich diesen Smoothie auch bewusst trinken, wenn ich mal länger unterwegs bin und die Verdauung verlangsamen möchte. Salat mal in dieser Form und ohne Reue zu genießen, finde ich sehr gut. Also einen großen Daumen hoch für diesen Smoothie!

Der rote Smoothie:

Hat Zutaten wie Rote Bete (die sollte unbedingt frisch sein, eingelegte schmeckt nicht), Möhre, Apfel, Ingwer und Orangensaft. Laut der Beschreibung kommt dieser Smoothie aus Kapstadt und soll die Lebensgeister wecken. Ich finde das macht er auch großartig. Hier habe ich mir auch Gedanken gemacht, was die einzelnen Zutaten gutes für unseren Körper tun. Rote Bete besitzt Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Natrium und Nitrat. Auch die Vitamine A, B und C wie auch Eisen runden den Alleskönner ab. Grundsätzlich ein super Lebensmittel auch für uns Stomaträger. Da Nitrat enthalten ist, kann es auch eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Ein Achtung muss ich unbedingt sagen: Rote Bete enthält auch Oxalsäure und diese Säure soll die Bildung von Nierensteinen begünstigen. Von daher bitte nur eine kleine Menge verzehren oder fragt dazu gerne euren Ernährungsexperten. Sonst ist es aber super gesund und regt den Fettstoffwechsel an und soll das Altern verlangsamen. Ingwer kommt in der traditionellen Medizin zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen vor. Die positive Wirkung bei Erkältungen und auch zur Vorbeugung finde ich jetzt im Winter sehr gut. Nur vorsichtig mit der Dosierung: Ingwer ist scharf und von daher empfehle ich, nur wenig in diesen Smoothie zu geben. Auch soll Ingwer eine entzündungshemmende Wirkung haben und so vor Übelkeit und Erbrechen schützen. Ingwertee soll so z.B. bei Schwangeren die Morgenübelkeit lindern. Der Smoothie kann also eine ganze Menge und ist gesund, außer für Menschen mit der Neigung zu Nierensteinen. Geschmacklich war der rote Smoothie zwar ok, ich fand den grünen besser. Vertragen habe ich diesen aber auch wieder ohne Probleme und war wieder länger satt, als ich das sonst von mir kenne. Bitte wundert euch nicht oder erschreckt euch beim nächsten Mal Beutelleeren – euer Stuhl wird höchstwahrscheinlich rot sein. Das ist dann aber kein Blut, sondern nur die Rote Bete, diese färbt unglaublich stark. Auch in der Zubereitung solltet ihr Handschuhe tragen, sonst habt ihr länger rote Finger.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß und weckt eure  Lebensgeister mit Smoothies! Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Eure Melli

Gruener Smoothie mit Schirm

Rezept Roter Smoothie

Zubereitungszeit:            10 Minuten

Menge:                                ca. 600 ml

Schwierigkeitsgrad:        normal

Zutaten:                              1 rote Beete frisch, ca. faustgroß

1 Möhre

1 Apfel

Nach Bedarf etwas Ingwer

Nach Bedarf Orangensaft

Zubereitung:

  1. Früchte und Ingwer schälen und klein schneiden.
  2. Im Mixer erst Ingwer und Möhre mit etwas Orangensaft mixen.
  3. Rote Beete und Apfel hinzufügen und ordentlich mixen.
  4. Orangensaft hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  5. Wer mag, gibt noch einen Schuss Limettensaft hinzu.

Dieser Smoothie aus Kapstadt weckt die Lebensgeister und ist schon fast eine komplette Mahlzeit.

Rezept Grüner Smoothie            

Zubereitungszeit:            15 Minuten

Menge:                                ca. 600 ml

Schwierigkeitsgrad:        normal

Zutaten:                              1 Handvoll Feldsalat

1 Handvoll Weintrauben grün und kernlos

1 Birne groß mit Schale

1 Banane geschält

Saft von einer halben Limette

ein wenig Limettenabrieb

150 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Zutaten waschen, ggf. schälen und klein schneiden.
  2. Zuerst die weichen Zutaten wie Banane in den Mixbehälter geben und kurz mixen. Anschließend die anderen Zutaten hinzufügen.
  3. Mit einem leistungsstarken Mixer etwa 1 Minute mixen, bis der Smoothie eine einheitliche, cremige Konsistenz hat.

 

Quelle:                 www.gruenesmoothies.de