Therapiekonzept Wunde – die Granulationsphase

Auf die Exsudations- bzw. Reinigungsphase folgt in der phasenadaptierte Wundtherapie die Granulationsphase. 

In der Granulationsphase wird zwischen stark exsudierenden tiefen Wunden, oberflächliche Wunden mit wenig bis viel Exsudat und oberflächliche aber trockenen Wunden unterschieden.

Stark nässende tiefe Wunden werden mit Schaumverbänden und Cavity-Schäumen oder auch Saugkompressen oder Alginaten behandelt. Bei tiefen Defekten, besonders, wenn Knochen freiliegen, ist es wichtig, die Wunde vor Austrocknung zu schützen. Eine feuchte Wundbehandlung ist in diesen Fällen also notwendig.

Auch bei oberflächigen nässenden Wunden können Schäume, Saugkompressen und Alginate eingesetzt werden. Zusätzlich dienen aber auch Hydrokolloide oder – bei wenig Exsudat – Salbengaze der Wundbehandlung.

Oberflächliche Wunden, die jedoch trocken sind (also nicht exsudieren), können mit Gelen und Schäumen sowie mit Hydrokolloiden geschützt werden. Falls Alginate erforderlich sind, sollten diese vorher angefeuchtet werden, denn in der Granulationsphase ist ein feuchtes Wundmilieu für die Heilung erforderlich, damit die neugebildeten Zellen nicht absterben.

Wundreinigung - Granulationsphase