Umsatz von Heilmitteln um neun Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen

Im Durchschnitt bekam jeder gesetzlich Versicherte Heilmittel für rund 63 Euro verschrieben. Doch die regionalen Unterschiede sind groß: Mit jeweils über 80 Euro verordneten die Ärzte in den Metropolregionen Berlin und Hamburg am teuersten – 28 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. In der Region Westfalen-Lippe hingegen lag der Pro-Kopf-Wert bei 46 Euro (27 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt).

Der Wert je verordnetem Heilmittel betrug statistisch gesehen 107 Euro. Das mit Abstand umsatzstärkste Heilmittel war im letzten Jahr Krankengymnastik (1,3 Milliarden Euro). Es folgen Ergotherapie (398 Millionen Euro) und Sprachtherapie (367 Millionen Euro).

Die Statistiken sind im Internet unter www.gkv-his.de Datei-Symbol zu finden.

Quelle: TK-Pressestelle


Das Projekt GKV-HIS

Träger des GKV-Heilmittel-Informations-System (GKV-HIS) ist seit dem 1. Juli 2008 der GKV-Spitzenverband. Die Projektdurchführung wird unterstützt durch die Informationstechnische Servicestelle der Gesetzlichen Krankenversicherung GmbH (ITSG), Rodgau.

Über das GKV-Heilmittel-Informations-System werden Berichte zur Ausgaben- und Verordnungsentwicklung im Heilmittelbereich bereit gestellt. Die Berichte basieren auf den Abrechnungsdaten aller gesetzlichen Krankenkassen. Damit sollen die Verordnungsstrukturen in den Kassenärztlichen Vereinigungen transparent gemacht, Trendinformationen zur Ausgabenentwicklung gegeben und Kennzahlen für regionale Vergleichsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Quartalsweise wird jeweils ein Bundesbericht und ein Bericht je Kassenärztlicher Vereinigung erstellt. Die Berichte beruhen auf den von den Leistungserbringern übermittelten, ungeprüften Abrechnungsdatensätzen nach § 302 SGB V. Im Hinblick auf die Datensicherheit werden alle Daten mit Personenbezug, also Angaben zu Versicherten, Heilmittelerbringern etc., annulliert. Die Arztnummer wird, um Kennziffern für einzelne Arztgruppen bilden zu können, mit einem einheitlichen Verfahren pseudonymisiert. Die Kommunikation zwischen den Datenstellen der Krankenkassen und der Auswertungsstelle läuft stets über die eigens eingerichtete Relaisstelle. Damit bleibt der GKV-Datenpool anonymisiert.

Sofern keine erheblichen Lieferstörungen aufgetreten sind, liegen die Berichte rund 15 Wochen nach Quartalsende vor.

Die Berichte auf Ebene der Kassenärztlichen Vereinigungen sind in der Rubrik „Statistiken“ hinterlegt. Außerhalb dieses Internetbereichs werden den Kassenärztlichen Vereinigungen zur weiteren Distribution arztbezogene Berichte zur Verfügung gestellt.

Quelle: www.gkv-his.de