Sondennahrung

Richtig versorgt mit Sondennahrung

Wie bei der Trinknahrung handelt es sich bei der Sondennahrung um eine enterale Ernährung, das heißt eine Ernährung über den Magen-Darm-Trakt. Bei der Sondennahrung wird die flüssige Nahrung nicht geschluckt, sondern direkt über einen Zugang (z.B. über eine PEG*) in den Magen oder Dünndarm verabreich. So wird und die normale Nahrungsaufnahme umgangender und der Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt . Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine bilanzierte Kost, die vom Arzt verordnet werden kann. Eine Sondenernährung wird notwendig, wenn z.B.

  • Sie aufgrund einer Erkrankung die Nahrung nicht mehr über den Mund zu sich nehmen können, wie bei Tumoren im oberen Verdauungstrakt oder bei schweren Schluckstörungen, z. B. nach einem Schlaganfall.
  • Eine Krankheit dazu führt, dass keine Nahrung mehr gegessen werden darf/kann
  • Auch durch Trinknahrung, eventuell zusätzlich zu normaler Nahrung, nicht ausreichend Energie und Nährstoffe aufgenommen werden können

Manchmal reicht die Nährstoffaufnahme durch die Sondennahrung nicht aus, dann kann die Unterstützung vorübergehend oder langfristig durch die Ernährung über Infusionslösungen notwendig sein.

*Perkutane endoskopische Gastrostomie

Verordnungsfähigkeit von Sondennahrung

Sondennahrungen ist bei fehlender oder eingeschränkter Fähigkeit zur normalen Ernährung verordnungsfähig gemäß gültiger Arzneimittelrichtlinie (Arzneimittelrichtlinie des GBA §21 Abs. 1; §19 Abs. 3 i.V.m §31 Abs. 1 Satz 2 SGB V). Dies ist der Fall, wenn eine Modifizierung der normalen Ernährung – durch zum Beispiel Nahrungsergänzung – oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen.

Die Kosten für die Produkte zur medizinisch enteralen Ernährung (Trinknahrung, Sondennahrung, Applikationstechnik) werden unter diesen Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Zuzahlungsregelungen sind identisch mit denen von Medikamenten. Für privat Versicherte empfiehlt es sich, die Regelungen bei der jeweiligen privaten Krankenkasse entsprechend anzufragen.

Die jeweils aktuelle Arzneimittelrichtlinie finden Sie auf den Seiten des G-BA: https://www.g-ba.de/downloads/62-492-1768/AM-RL_2018-11-22_iK_2019-02-15-AT-14-02-2019-B4.pdf

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